Stuttgart-Leihtorwart Hellstern begeistert Fürth: „Weltklasse“ und „brillant“
Der 18-Jährige war die große Entdeckung des 1. Spieltags

IMAGO / Zink
Der 18-jährige Florian Hellstern löst bei seinem Zweitliga-Debüt Lobeshymnen aus. Der Leihtorwart vom VfB Stuttgart setzte am 1. Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth ein Ausrufezeichen.
Florian Hellstern hinterließ bei seinem ersten Spiel in der 2. Bundesliga einen starken Eindruck. Der 18-Jährige war einer der Hauptgründe dafür, dass die SpVgg Greuther Fürth beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli ein 1:1 mitnahm. In der 25. Minute parierte er ganz stark einen Kopfball von Tomoya Ando. Weitere Heldentaten folgten und sicherten das Unentschieden ab.
Kapitän Felix Klaus schwärmt im Gespräch mit LIGA-ZWEI.DE von dem jungen Schlussmann. „Weltklasse. Ich habe selten in jungen Jahren jemanden gesehen, der so viel Ruhe und Selbstsicherheit mitbringt. Er gibt uns einfach einen riesigen Halt. Und das mit seinen 18 Jahren, das ist krass. Man darf nicht zu viel loben, aber das war schon ein sehr gutes Spiel heute.“
Beim Gegentor zum zwischenzeitlichen 0:1 von Marcus Mathisen, das aus einem Eckball resultierte, war er chancenlos. Was aber auffiel: Direkt danach trat er nach vorne und pushte seine Mitspieler. „Ein Torwart muss allgemein immer viel reden“, sagt Klaus. „Er ist einfach in allen Belangen sehr weit. Und das hat er heute gezeigt.“
Beim VfB Stuttgart ausgebildet
Hellstern wurde in der Jugendabteilung des VfB Stuttgart ausgebildet. Bei den Profis war er vergangene Saison hinter Alexander Nübel, Fabian Bredlow und Stefan Drljača die Nummer 4. Zudem war er Stammtorwart der 2. Mannschaft des VfB in der 3. Liga. Die einjährige Ausleihe nach Greuther Fürth ist der nächste Schritt, um ihm Spielpraxis auf höherem Niveau zu ermöglichen.
Fürth-Trainer Heiko Vogel ist von dem Keeper ebenfalls begeistert. „Ich bin von der Leistung von Florian Hellstern 0,0 überrascht“, sagt er auf Nachfrage von LIGA-ZWEI.DE. „Ich weiß, was er kann und was er jedes Mal im Training zeigt. Der Junge ist wirklich begnadet. Das muss man so sagen. Meine Aufgabe ist es, ihn auf der richtigen Flughöhe zu halten.“
Vogel ist überzeugt davon, dass dem deutschen U19-Nationaltorwart eine große Karriere bevorsteht: „Der Junge bringt alles mit, was es braucht, um ein herausragender Torhüter zu werden. Er ist es schon – und das mit 19 (dabei ist er erst 18, Anm.d.Red.). Die Persönlichkeit, die schon da ist, wird noch größer werden. Der Junge muss gesund bleiben, klar im Kopf. Aber da habe ich überhaupt keine Sorgen. Der Junge ist brillant.“
