1. FC Heidenheim: Frank Feller braucht (wieder) Geduld
Eigengewächs nur die Nummer zwei
Aktuell erstmals bei der U21: Frank Feller. © IMAGO / Eibner
Das 2:2 vor der Länderspielpause bei Arminia Bielefeld war zwar wieder ein kleiner Rückschlag, doch nach 15 Gegentoren in den ersten vier Pflichtspielen hat sich der 1. FC Heidenheim in den vergangenen Wochen defensiv merklich stabilisiert. Vor der Reise nach Bielefeld gewann die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt sowohl bei der SpVgg Greuther Fürth als auch gegen Holstein Kiel mit 1:0 und scheint auch mit Blick auf den dritten Tabellenplatz auf einem guten Weg.
Nach einer klaren 0:3-Niederlage im ersten Test der Länderspielpause beim VfB Stuttgart bezwang der FCH am Freitag die Würzburger Kickers mit 3:1, wobei sich im zweiten Durchgang auch einige Talente zeigen durften. Durchgespielt gegen den Drittliga-Aufsteiger haben lediglich Thomas Dähne und Paul Hennrich.
Zwölf Gegentore in den ersten drei Pflichtspielen
Dähne wird aller Voraussicht auch am Freitag zwischen den Pfosten stehen, wenn der 1. FC Kaiserslautern auf der Ostalb gastiert. Der 32 Jahre alte Schlussmann, der Mitte Juli vom TSV 1860 München verpflichtet wurde, hat nach den ersten drei Pflichtspielen und zwölf Gegentoren den zehn Jahre jüngeren Frank Feller abgelöst und sich seither behauptet, wenn auch wie zuletzt in Bielefeld nicht ganz ohne Wackler.
Der erfahrene Dähne hat für den Moment die Nase vorne, doch dem erstmals für die deutsche U21-Nationalmannschaft nominierten Eigengewächs Feller dürfte weiterhin die Zukunft gehören. Der gebürtige Leonberger, der seit 2019 für den FCH spielt, hat sich in den vergangenen Jahren schon in fünf Bundesliga-Spielen und sogar in zwei Einsätzen in der Conference League bewähren dürfen, war zum Saisonstart aber Leidtragender eines insgesamt noch nicht stabilen Gebildes.
Wann sich für Feller eine neue Chance ergibt, bleibt zwar abzuwarten, doch angesichts eines bis 2029 laufenden Vertrages werden sich entsprechende Gelegenheiten bieten. Vorerst allerdings muss der Youngster wieder die aus der Vergangenheit hinter Kevin Müller und Diant Ramaj bekannte Rolle des Backups einnehmen und sich geduldig für den Tag X vorbereiten – der aber durchaus schnell kommen könnte.
