1. FC Kaiserslautern: Hoffnung auf Entwarnung bei Erencan Yardimci
Siegtorschütze mit Achillessehnenverletzung ausgewechselt
Bangt um seinen Angreifer: FCK-Coach Torsten Lieberknecht. © IMAGO / Jan Huebner
Der 1. FC Kaiserslautern hat seine überragende Defensivbilanz ausgebaut und am Samstagabend mit dem achten Zu-Null im zehnten Pflichtspiel der Saison den dritten Tabellenplatz erobert. Beim 1. FC Nürnberg, der vor dem Anpfiff drei Punkte mehr auf dem Konto hatte und als Zweiter nun nur noch dank der besseren Tordifferenz vor den Roten Teufeln steht, unterstrich der FCK, nicht zufällig von immer mehr Experten zum Kreis der heißesten Aufstiegsanwärter gezählt zu werden.
„Der Schlüssel zum Erfolg war heute, mit und gegen den Ball sehr intensiv zu spielen. Man kann beiden Mannschaften nur ein Lob aussprechen“, hob der von Der Betze brennt zitierte Torsten Lieberknecht die generelle Qualität des Spiels hervor und lag bei 12:31-Torschüssen auch mit der Einschätzung, der „glückliche Sieger“ zu sein, nicht falsch. Dieses Glück verdiente sich der FCK aber mit einem leidenschaftlichen Auftritt und konnte sich überdies nicht zum ersten Mal auf einen starken Julian Krahl im Tor verlassen.
Ungetrübt war die Freude im Lager der Pfälzer indes nicht. Grund dafür war ausgerechnet Siegtorschütze Erencan Yardimci, der zur Pause für Milos Lukovic eingewechselt wurde und in der 58. Minute mit einem Kopfball aus dem Lehrbuch das goldene Tor markierte. Als seine Kollegen die knappe Führung über die Zeit bringen mussten, war die Begegnung für Yardimci aber längst wieder beendet.
Lieberknecht denkt an Prtajin
Der 24 Jahre alte Angreifer ging nach einem Laufduell zu Boden und musste den Versuch, noch weiterzuspielen, wenig später abbrechen. Bei der Leihgabe der TSG Hoffenheim, die der FCK im Aufstiegsfall per Kaufoption für eine millionenschwere Ablöse fest verpflichten könnte, besteht der Verdacht auf eine möglicherweise schwere Achillessehnenverletzung.
Lieberknecht, der gerade erst den von einem im Januar erlittenen Achillessehnenriss genesenen Ivan Prtajin als Option zurück hat, schwante bei Anblick der TV-Bilder nichts Gutes. „Wenn man die Szene gesehen hat, ist einem erstmal der Atem gestockt. So wie er jetzt läuft, hat er irgendwas an der Achillessehne. Da denkt man bei uns natürlich sofort an Ivan Prtajin“, so Lauterns Trainer, der aber noch auf gute Nachrichten aus der medizinischen Abteilung hofft: „Aber wir hoffen, dass es nicht so extrem ist.“
Nach der Rückkehr in die Pfalz soll Yardimci am heutigen Sonntag genauer untersucht werden.
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