1. FC Kaiserslautern: Stadionvorstellung

Das Fritz-Walter-Stadion im Detail

Alte Ansicht des Fritz-Walter-Stadions auf dem Betzenberg

Publikumsmagnet: Das Fritz-Walter-Stadion in der Saison 1987/88 ©Imago/Ferdi Hartung

Wer den Betzenberg, immerhin 285 Meter hoch, erklommen hat, der ist an einem mythischen Ort angekommen. Fritz Walter hat hier einst gekickt, im Stadion des 1. FC Kaiserslautern, das bis heute nach dem Kapitän der Weltmeister-Elf von 1954 benannt ist. In unserer Serie der Stadionvorstellungen blicken wir heute hinein in die legendäre Heimspielstätte des FCK.

Name: Fritz-Walter-Stadion (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 49.850 Plätze
Sitzplätze: 33.165 (komplett überdacht)
Stehplätze: 16.685 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: Unterhalb der Südtribüne (insgesamt 100 Plätze)
Gästeblock: 17.1 (rund 1.200 Stehplätze), 17.2, 17.3, 17.4, 18.1 (Osttribüne) (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Erbaut wurde das Betzenberg-Stadion, so hieß es vor der Umbenennung, im Jahr 1919. Die Einweihung des Sportplatzes erfolgte 1920, eine Tribüne aus Holz stand für Zuchauer bereit. Fans mussten im Premierenspiel, Gegner war der FC Pfalz Ludwigshafen, eine bis drei Mark auf den Tisch legen, um dabei zu sein. 3.500 Zuschauer wollten sich dieses Spiel nicht entgehen lassen. Der FCK verlor mit 0:2.

1930 wütete ein Orkan über Kaiserslautern und zerstörte die Holztribüne. Neu gebaut wurde zwei Jahre darauf, Platz hatten nun 18.000 Zuschauer. Dabei wurde auf Beton zurückgegriffen, um den Spielort standhafter zu machen.

Nach dem zweiten Weltkrieg musste die Heimstätte zunächst renoviert werden. 1951 und 1953 feierten die roten Teufel ihre ersten beiden deutschen Meistertitel – allerdings entsprach das eigene Stadion nicht den Vorgaben des DFB, sodass die Endrunden-Heimspiele bis weit in die 50er Jahre hinein in Ludwigshafen ausgetragen werden mussten.

Der 1. FCK ist Gründungsmitglied der Bundesliga, er schaffte es bis zum Jahre 1963 aber erneut nicht, den Forderungen des DFB rechtzeitig nachzukommen – die erforderlichen 34.000 Plätze wurden ebensowenig erreicht wie auch der Bau einer Flutlichtanlage. Letzteres gelang erst am Jahresende. Dennoch duften die Lauterer starten, weil sie eine Ausnahmegenehmigung erhielten.

Das Fritz-Walter-Stadion, Heimspielstätte des 1. FC Kaiserslautern

Kultspielstätte auf dem Betze: Das Fritz-Walter-Stadion, Heimspielstätte des 1. FC Kaiserslautern ©Imago/Jan Huebner

1973 ändert sich das Gesicht des Stadions, das mittlerweile 38.000 Zuschauer fasste und nun an seiner Nordseite eine moderne Tribüne mit Stahldach erhalten hatte. Fünf Jahre darauf erfolgten weitere Arbeiten, darunter wurde die Flutlichtanlage modernisiert. 1986 kamen unter anderem eine Rasenheizung und zwei Anzeigetafeln dazu.

Nach weiteren Maßnahmen in den 1990er Jahren erhielt das Stadion schließlich bis zur Weltmeisterschaft 2006 seinen Feinschliff. Bei der Heim-WM diente das Fritz-Walter-Stadion als Austragungsstätte von fünf Partien.

Im grauen Ligaalltag zeigt sich mittlerweile, dass der alte Mythos des FCK ein wenig verblasst ist, dem Team von Trainer Jeff Strasser droht der Abstieg in die dritte Liga. 21.294 Fans kommen im Schnitt – das sind immerhin 5.000 weniger als im Vorjahr.

Bereits vorgestellte Stadien
Bielefeld (Schüco-Arena)
Darmstadt (Merck-Stadion am Böllenfalltor)
Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)
Fürth (Sportpark Ronhof)
Kiel (Holstein-Stadion)
Regensburg (Continental Arena)

Schafft Kaiserslautern den Klassenerhalt? Jetzt wetten!