1. FC Kaiserslautern: Wie geht es nach der Briegel-Absage weiter?

Verantwortliche äußern sich bislang nicht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 11.07.17 | 18:13
Thomas Gries

Soll gegen Briegel gewesen sein: FCK-Vorstand Thomas Gries © Imago

Es schien nur noch eine Frage von Stunden, wann Hans-Peter Briegel seine Arbeit als starker Mann im sportlichen Bereich des 1. FC Kaiserslautern einsteigt, doch dann erteilte der 61-Jährige seinem Herzensverein am Montagnachmittag überraschend eine Absage.

Grund dafür war, dass Briegel zwar die Rückendeckung des Aufsichtsrates spürte, nicht aber das Vertrauen des Vorstandes. Insbesondere der Vorstandsvorsitzende Thomas Gries soll laut Bild gegen ein Engagement Briegels gewesen sein, woraus dieser nun die Konsequenz zog, keinen Posten in verantwortlicher Position anzunehmen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff beließ es bei einem kurzen öffentlichen Statement und ging nicht näher auf die Hintergründe ein: „Der Aufsichtsrat hat Gespräche mit Hans-Peter Briegel geführt, die in diesen Tagen fortgesetzt werden sollten. Wir bedauern es, dass diese Gespräche nun nicht fortgeführt werden. Zur internen Meinungsbildung innerhalb des Vereins wollen wir uns nicht öffentlich äußern.“

Größere Chancen für Notzon?

Nachdem das Engagement Briegels schon als sicher galt, stellt sich nun die Frage, wie es beim FCK auf der Ebene der sportlichen Leitung weitergeht. Mit Otmar Schork vom SV Sandhausen ist auch der zweite, heiß gehandelte und intern offenbar sogar noch über Briegel angesiedelte Kandidat nicht zu haben, sodass eher nicht mit einer schnellen Lösung zu rechnen ist.

Chefscout Boris Notzon, der bereits seit dem Rücktritt von Uwe Stöver als kommissarischer Sportdirektor fungiert, könnte nun wachsende Chancen auf einen dauerhaften Aufstieg haben. Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass hinter den Kulissen noch mit weiteren, externen Kandidaten gesprochen wird.

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