1. FC Köln: Droht bei Jorge Meré eine Hängepartie?

Ausstiegsklausel des Spaniers gilt bis Mitte Juni

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 11.06.18 | 13:00
Jorge Mere vom 1.FC Köln

Droht der Abgang? Jorge Meré besitzt beim Effzeh eine Ausstiegsklausel. ©Imago/Chai v.d. Laage

Langsam, aber sicher nimmt der Kader des 1. FC Köln für die Mission Wiederaufstieg Formen an. Mit Innenverteidiger Lasse Sobiech (FC St. Pauli) und dem offensiven Mittelfeldspieler Louis Schaub (Rapid Wien) gaben die Geißböcke in den letzten Tagen die beiden ersten Neuzugänge bekannt, während sich mit Leonardo Bittencourt (TSG 1899 Hoffenheim) und Yuya Osako (Werder Bremen) zwei Offensivkräfte verabschiedeten.

Kurz bevor steht dem Vernehmen nach auch die Entscheidung von Dominique Heintz, der wie Bittencourt und Osako über eine Ausstiegsklausel verfügt. Der Innenverteidiger zieht einen Verbleib in Köln zwar offenbar in Erwägung, doch angesichts mehrerer Interessenten aus der Bundesliga ist ein Abgang wahrscheinlicher.

Offen ist auch noch, wie es mit zwei anderen Innenverteidigern weitergeht, die ebenfalls Ausstiegsklauseln haben. Bei Frederik Sörensen wird allgemein mit einem Abschied gerechnet, wobei die Klausel beim Dänen wohl wie in den meisten Fällen bis Ende Mai gezogen werden müsste.

Innenverteidigung als Großbaustelle?

Anders ist die Lage bei Jorge Meré, der laut dem geissblog.koeln bis Mitte Juni für eine festgeschriebene Ablöse im zweistelligen Millionenbereich gehen kann. Der Spanier, der vor einem Jahr von Sporting Gijon kam, fühlt sich in Köln zwar wohl, doch mit Blick auf seine weitere Karriere sucht der 21-Jährige mit seinen Beratern aber offenbar nach einem neuen Verein.

Ob ein anderer Klub zur Zahlung der festgeschriebenen Ablöse bereit ist, bleibt abzuwarten. Zu einem niedrigeren Preis wird der FC Meré indes nicht ziehen lassen. Letztlich droht aber noch eine mehrwöchige Hängepartie, zumal in anderen Ländern der Transfermarkt meist erst etwas später Fahrt aufnimmt.

Für FC-Geschäftsführer Armin Veh ist die Situation damit alles andere als optimal. Mit Dominic Maroh ist ein Innenverteidiger sicher weg, der mit Sobiech ersetzt wurde. Sollten aber auch Meré, Heintz und Sörensen noch gehen, müsste zwangsläufig Ersatz her. Ob sich potentielle Kandidaten, zu denen Rafael Czichos von Holstein Kiel gehören soll, aber noch mehrere Wochen bei der Stange halten lassen, scheint fraglich.

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