1. FC Nürnberg: Auftakt mit Tobias Heß als Linksverteidiger?

Youngster bei der Generalprobe erste Wahl

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 02.08.26 | 07:34
© IMAGO / Zink

Bei der Generalprobe gegen Real Oviedo in der Startelf: Tobias Heß (r.). © IMAGO / Zink

Der 1. FC Nürnberg scheint gerüstet für den Saisonstart in einer Woche gegen Dynamo Dresden. Zwar steht am heutigen Sonntag gegen den FSV Frankfurt noch ein weiterer Test auf dem Programm, der in erster Linie für die zweite Reihe gedacht ist, doch die Generalprobe gegen Real Oviedo hat der Club am Samstag bereits mit 2:1 für sich entschieden – trotz doppelter Unterzahl in der letzten halben Stunde, nachdem Tim Janisch in einer hektisch Partie nach einer Notbremse Rot (53.) und Adam Markhiyev Gelb-Rot gesehen hatten.

Trainer Miroslav Klose war dementsprechend zufrieden damit, wie sich seine Mannschaft trotz der am Ende schwierigen Voraussetzungen gegen freilich auch schwache Spanier gewehrt und den Sieg über die Zeit gebracht hat. Und der Club-Coach dürfte auch erfreut darüber gewesen sein, dass bereits sein noch nicht fertiger Kader die Möglichkeit bietet, Ausfälle zu kompensieren.

So ersetzte Robin Lisewski den angeschlagenen neuen Kapitän Jan Reichert im Tor und wies nach, warum man in Nürnberg große Stücke auf das 20 Jahre alte Torwarttalent hält. Einzig beim Gegentor war Lisewski machtlos.

Noch kein neuer Linksverteidiger

Auf der linken Abwehrseite begann anstelle des ebenfalls angeschlagenen Eric Porster unterdessen Tobias Heß, der eigentlich dem Kader der zweiten Mannschaft angehört. Das 20-jährige Eigengewächs profitiert aktuell davon, dass der FCN nach der Rückkehr von Berkay Yilmaz zum SC Freiburg noch keinen neuen Linksverteidiger verpflichtet hat und bot sich gegen Oviedo mit einer zwar offensiv etwas zurückhaltenden, insgesamt aber ansprechenden Vorstellung als Alternative an.

Zwar dürfte der Plan der Verantwortlichen um Sportvorstand Joti Chatzialexiou weiterhin lauten, noch einen linken Verteidiger hinzuzuholen, doch zum Auftakt müsste den Club-Fans auch dann nicht bange sein, sollte es beim auch erst 19-jährigen und mit lediglich sechs Zweitliga-Spielen Erfahrung ausgestatteten Porstner noch nicht reichen. Und möglicherweise sorgen Porstner und Heß im Verbund dafür, dass die Gedanken an einen Transfer noch verworfen werden.

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