1. FC Nürnberg: Die zwei Seiten des Köllner-Teams

Wenigste Gegentore in Halbzeit eins

Ewerton im Duell mit Sami Allagui.

Stabil: Ewerton (l.) und Co. kassierten erst zwei Gegentore in der ersten Halbzeit ©Imago/De Fodi

Trotz der 0:1-Niederlage in Heidenheim ist der Club ist gut in die Saison gestartet. 22 Punkte aus den ersten zwölf Partien bescherten den Franken den dritten Tabellenplatz. Die Stärken der Mannschaft von Trainer Michael Köllner liegen dabei ganz klar in der Offensive: 26 Treffer erzielten Ishak und Co. bereits, nur Kiel hat mehr auf dem Konto.

Dies geht jedoch auch beim FCN zu Lasten der Defensive. Mit 16 Gegentreffern ist Nürnberg in dieser Hinsicht nur Zweitliga-Mittelmaß. Was jedoch überrascht: Beim Club zeichnet sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Zeitpunkten der Gegentore ab.

Äußerst stabil in Hälfte eins

In der ersten Halbzeit kassierte Nürnberg nämlich nur zwei Treffer – Ligabestwert. Dies bringt unweigerlich positive Nebeneffekte mit sich. Noch nie lag der Club zum Pausentee zurück. Auch das schaffte sonst keine andere Mannschaft.

Während der Club in den ersten 45 Minuten noch extrem auf Ordnung und Stabilität bedacht ist, darf es in Hälfte zwei schon mal krachen. Satte 18 Tore erzielte der FCN in diesem Zeitraum, allerdings kassierten die Franken auch 14 Gegentreffer, die meisten davon (7) zwischen der 61. und 75. Minute.

Torreigen im zweiten Durchgang

Das ist nach Heidenheim (15) der zweithöchste Wert der Liga. Zusammengerechnet fallen in den Spielen Nürnbergs also in der zweiten Hälfte im Schnitt 2,66 Tore pro Partie. Auch das ist mit Abstand Ligahöchstwert.

Im ersten Durchgang stabil stehen, um dann in den zweiten 45 Minuten zuzuschlagen – bislang funktionierte diese Ausrichtung, was Platz drei beweist. Allerdings erwartet den Club in den nächsten zwei Partien der Härtetest.

Der kommende Gegner Ingolstadt schoss nämlich bereits elf Tore in der ersten Halbzeit (zweitbester Wert der Liga), allein sechs davon zwischen der 31. und der 45. Minute. Danach geht es gegen Holstein Kiel, die bereits 16 Mal vor der Pause trafen. Behält der Club in diesen Spielen die weiße Weste oder liegt zur Halbzeit nicht zurück, wäre der Elchtest bestanden.

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