1. FC Nürnberg: Ein Stürmer soll noch kommen – Zwei Wunschtransfers offenbar geplatzt

Am gestrigen Mittwoch war es endlich soweit: nachdem er die sportmedizinische Untersuchung bestanden hatte, nahm Thorsten Kirschbaum seinen Dienst beim 1. FC Nürnberg auf. Mit dem 28 Jahre alten Schlussmann, der zunächst zwar nur 150.000 Euro Ablöse kostet, für den aber im Aufstiegsfall ein Nachschlag fällig wird, hat der Club seinen Wunschkandidaten für das Tor verpflichten können und damit eine Baustelle geschlossen.

Ging man bislang davon aus, dass mit Kirschbaum und einem trotz vorhandener Einigung mit wohl gleich zwei Kandidaten noch immer nicht präsentierten Rechtsverteidiger die Personalplanungen abgeschlossen sein würden, so scheint sich nun auch in Sachen Offensive noch etwas zu tun. Obwohl mit Stefan Kutschke, der gestern bei der 1:2-Niederlage im Test gegen Jahn Regensburg per Elfmeter das Club-Tor erzielte, sowie Rurik Gislason schon zwei neue Offensivspieler unter Vertrag genommen wurden, soll nach Möglichkeit auch noch ein echter Torjäger kommen.

 Isländer und Norweger waren im Fokus

[ad]Trainer Rene Weiler erklärte nun im „Kicker“ mehr oder weniger deutlich seinen Wunsch nach einem weiteren Mittelstürmer neben Kutschke und Jakub Sylvestr. Weiler wünscht sich einen Spieler im Angriffszentrum, „bei dem ich schon jubeln kann, wenn er den Ball bekommt, weil ich weiß, dass er auf jeden Fall seine Tore macht.“

Und der FCN scheint in dieser Hinsicht schon in den vergangenen Tagen nicht untätig gewesen zu sein. Denn laut „Kicker“ hatte Nürnberg zwei Spieler im Fokus, deren Verpflichtung aber nicht zustande kam. Dabei soll es sich aus Stürmer aus Island und Norwegen gehandelt haben, deren Wechsel zum einen aus gesundheitlichen und zum anderen aus finanziellen Gründen platzte. Ob es sich beim Norweger um den mit dem FCN in Verbindung gebrachten und gestern von der SpVgg Greuther Fürth als Neuzugang vorgestellten Veton Berisha gehandelt hat, ist unklar.

Sollte kein Stürmer mehr gefunden werden, wäre es für Coach Weiler aber auch kein Drama. „Wenn wir diesen Stürmer nicht finden oder nicht finanzieren können, müssen wir das eben kompensieren und das Toreschießen auf viele Schultern verteilen“, so der Schweizer Fußball-Lehrer, der zudem darauf verwies, dass auch der FC Ingolstadt in der abgelaufenen Saison keinen ausgewiesenen Torjäger in seinen Reihen hatte.


[ad#ads]