1. FC Nürnberg: Noch deutlich mehr als 20 Millionen Euro für Mohamed Ali Zoma?
Angreifer immer mehr im Blickpunkt
Siegtorschütze in Karlsruhe: Mohamed Ali Zoma. © IMAGO / Zink
Lange sah es so aus, als könnte der 1. FC Nürnberg die lange Länderspielpause als Tabellenführer verbringen, doch mit dem spät gedrehten Spiel bei Dynamo Dresden ist dann doch Hertha BSC wieder an den Franken vorbeigezogen die gleichwohl mit 16 Punkten aus den ersten sechs Spielen mehr als zufrieden sein können und längst zum Kreis der heißesten Aufstiegsanwärter zählen.
Nicht zuletzt dank Mohamed Ali Zoma, der am Samstag beim 1:0-Sieg beim Karlsruher SC das goldene Tor erzielte und nun mit sechs Treffern die ligaweite Torjägerliste anführt. Den 22 Jahre alten Italiener im Sommer gehalten zu haben, obwohl mit Hull City und West Ham United Vereine aus England rund 20 Millionen Euro Ablöse geboten, zudem laut dem Transferexperten Nicolo Schira auch der VfB Stuttgart Interesse gezeigt haben soll, könnte sich für den Club noch als extrem wichtiger Schachzug erweisen – und auch in wirtschaftlicher Hinsicht als kluge Entscheidung.
Vier Chancen auf das Debüt für Italien
Sollte der 1. FC Nürnberg mit Zoma tatsächlich aufsteigen, würden in der Bundesliga nicht nur deutlich höhere Einnahmen vor allem aus dem Fernsehgeldtopf winken, sondern bei einem langfristig wohl kaum zu verhindernden Verkauf des Angreifers eine nochmals höhere Ablöse. Insbesondere dann, wenn der am Freitag von Nationaltrainer Roberto Mancini erstmals in die italienische Nationalmannschaft berufene Zoma in der Squadra Azzurra debütieren und sich beim Neuaufbau des vierfachen Weltmeisters festspielen sollte, ist eine weitere Marktwertsteigerung wahrscheinlich.
In der Nations League warten auf Italien mit Belgien (25.09.), der Türkei (28.09. und 5.10.) sowie Frankreich (2.10.) gleich vier echte Gradmesser – und damit für die vielen jungen Spieler inklusive Zoma auch eine große Bühne, um sich zeigen zu können. In Nürnberg hofft man natürlich, dass sich der Offensivmann gut präsentiert, aber vor allem auf eine verletzungsfreie Rückkehr im Hinblick auf das Top-Spiel am 10. Oktober gegen den VfL Wolfsburg.
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