2. Bundesliga: DFL beschließt Maßnahmen

Spielbetrieb bis mindestens 30. April ausgesetzt

Christian Seifert muss die DFL durch schwere Zeiten steuern. Imago images/Deutzmann

Im Anschluss an die heutige außerordentliche Mitgliederversammlung der DFL, die per Videokonferenz stattfand, trat Geschäftsführer Christian Seifert vor die ebenfalls nur zugeschalteten Medien und erklärte die getroffenen Beschlüsse.

Vier wesentliche Maßnahmen wurden zusammen erarbeitet. Zunächst seien die Klubs der beiden Bundesligen einstimmig der Empfehlung gefolgt, bis 30. April den Spielbetrieb auszusetzen. Das Training soll bis 5. April ruhen.

Lizensierungsverfahren gelockert

Für eine mögliche Wiederaufnahme werden für alle 36 Standorte Konzepte zur Durchführung von Geisterspielen ausgearbeitet. Für die Mannschaften wird mit Experten ein verbindlicher medizinischer Leitfaden für Hygiene und Prävention bei Mannschaftstraining und gegebenenfalls Spielen erstellt.

Außerdem werden die Lizensierungsanforderungen gelockert. So wird es bei Insolvenzen in dieser Saison keine neun Punkte Abzug geben, in der kommenden Saison werden bei Insolvenz nur drei statt eben neun Zählern abgezogen. „Sämtliche Wettbewerbsentscheidungen sollen auf sportlichem Weg fallen“, begründete Seifert.

Außerdem entfällt die Überprüfung der Liquidität beim nächstem Lizensierungsverfahren. Ab 2020/21 soll dann wieder in üblicher Form lizensiert werden.

Am 17. April beraten die Mitglieder der DFL erneut und bewerten die dann unter Umständen schon wieder veränderte Situation neu.