VfL Wolfsburg: Timon Wellenreuther vor seinem Debüt – oder doch noch nicht?

Erster Einsatz in Nürnberg wackelt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 30.09.26 | 07:38
© IMAGO / Darius Simka

Bislang nur in der Vorbereitung im VfL-Tor: Timon Wellenreuther. © IMAGO / Darius Simka

Als sich Timon Wellenreuther Ende Juli bei der 0:2-Niederlage im Testspiel gegen Olympique Lyon eine Knieverletzung zuzog und schnell klar war, dass der von Feyenoord Rotterdam als neue Nummer eins verpflichtete Schlussmann länger ausfallen würde, war beim VfL Wolfsburg die Frage nach dem Ersatzmann zunächst offen.

Trainer Tobias Strobl entschied sich aber rasch dafür, dem erst 18-jährigen Jakub Zielinski den Vorzug vor dem 20 Jahre älteren und deutlich erfahreneren Pavao Pervan zu geben. Diese Entscheidung dürfte Strobl nicht bereut haben, stellte Zielinski doch sein großes Talent unter Beweis und sah einzig beim 4:4 gegen Energie Cottbus nicht ganz optimal aus. Der polnische Junioren-Nationalkeeper hat in jedem Fall erste Duftmarken gesetzt und gezeigt, das Potential für eine erfolgreiche Profikarriere zu haben. Nach der Länderspielpause droht Zielinski aber dennoch erst einmal die Ersatzbank.

Kleiner Rückschlag für Wellenreuther

Denn Wellenreuther ist zwei Monate nach seiner Verletzung wieder im Mannschaftstraining dabei und mit Blick auf das Knie bereit für einen Einsatz im schon richtungsweisenden Gastspiel nach der Länderspielpause beim 1. FC Nürnberg, der sich bislang als einer der größten Wolfsburger Aufstiegskonkurrenten herauskristallisiert hat.

Allerdings wird Wellenreuther nun von einem Infekt außer Gefecht gesetzt, der doch wieder ein Fragezeichen hinter das Pflichtspieldebüt schon in Nürnberg setzt. Weil es bis dahin noch zehn Tage sind, sollte die Zeit aber im Normalfall ausreichen, damit der 30-Jährige nicht nur gesund wird, sondern auch noch weitere Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvieren und so seinen Rhythmus finden kann.

Nicht optimal indes ist, dass Wellenreuther das für Donnerstag angesetzte Testspiel gegen den TSV Havelse krankheitsbedingt wohl nicht dafür nutzen kann, um Spielpraxis zu sammeln. So könnte die Partie in Nürnberg zu einer Art Kaltstart werden, den der 1,88 Meter Torhüter mit seiner Erfahrung aber auch meistern sollte. Und sollte es doch noch nicht reichen, steht mit Zielinski verlässlicher Ersatz parat.

"