VfL Wolfsburg: Naht das Ende der Ära Maximilian Arnold?

Trennung im Winter als möglicher Ausweg

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 03.10.26 | 09:07
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Nicht mehr erste Wahl: Maximilian Arnold. © IMAGO / HMB-Media

Elf Punkte aus den ersten sechs Spielen und Tabellenplatz vier sind nicht ganz die Zwischenbilanz, die man sich beim VfL Wolfsburg im Sommer erhofft hatte, doch nicht zuletzt dank des überzeugenden 5:1-Sieges gegen den SV Darmstadt 98 vor der Länderspielpause scheint der Bundesliga-Absteiger einigermaßen auf Kurs zu liegen. Aktuell allerdings sind die Verantwortlichen um Geschäftsführer Dieter Hecking gefordert, eine unverkennbar entstandene Unruhe im Zaum zu halten.

Während die am Freitag bekanntgegebene Trennung von Co-Trainer Murat Ural, der erst vor sieben Monaten gekommen war, eher eine Randnotiz bleiben dürfte, hat eine andere Personalie gehörige Sprengkraft: die Zukunft von Maximilian Arnold. Der langjährige Kapitän stand in dieser Saison nur ein Mal in der Startelf und musste sich gegen Darmstadt mit einem Kurzeinsatz begnügen, obwohl mit Mattias Svanberg und Elvis Rexhbecaj zwei andere Mittelfeldspieler verletzt fehlten.

Deutliche Aussagen von beiden Seiten

Dass neben Vinicius Souza und Muhammed Damar auch Yannick Gerhardt den Vorzug im Dreier-Mittelfeld erhalten hat, nahm Arnold nicht wirklich gelassen hin, wenngleich ein Ausbruch erst mit etwas Verspätung in dieser Woche erfolgte. „Ich bin mit der Situation einfach nicht zufrieden, klipp und klar: 0,0 zufrieden. Das ist nicht mein Anspruch“, äußerte sich Arnold nach dem 4:1-Testspielsieg am Donnerstag gegen den TSV Havelse und einem 90-Minuten-Einsatz deutlich.

„Ich habe Mehrwert für die Mannschaft. Und ich hoffe, dass der Trainer das schnellstmöglich auch sieht“, fügte der Routinier in Richtung Tobias Strobl an und erhielt von Geschäftsführer Hecking via WAZ prompt die Replik, dass niemand größer sei als der Verein.

Die beiderseitigen Aussagen lassen erkennen, wie angespannt die Situation ist, an der sich auch nichts ändern wird, solange der 32-Jährige nicht regelmäßig von Beginn an spielt. Schafft es Arnold in den nächsten Wochen nicht, Strobl von sich zu überzeugen und einen Stammplatz zu erobern, könnte es für alle Beteiligten die beste Lösung sein, sich im Winter zu trennen – ein Ausweg, den Arnold selbst zwar nicht anstrebt, aktuell aber auch nicht mehr ausschließt.

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