Arminia Bielefeld: Verkäufe nicht zwingend, Neuzugänge möglich

Michael Mutzel bei Russo und Momuluh gelassen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 18.08.26 | 08:25
© IMAGO / osnapix

Auf dem Transfermarkt noch gefordert: Michael Mutzel. © IMAGO / osnapix

Mit dem 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus hat Arminia Bielefeld am vergangenen Wochenende einen Fehlstart verhindert. Nachdem die 1:2-Niederlage zuvor beim Karlsruher SC nicht der erhoffte Auftakt war, hat der Erfolg gegen einen mutmaßlichen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt für Erleichterung gesorgt und auch verhindert, dass die zuvor durchaus vorhandene Unruhe zunimmt.

Ein Grund dafür, warum in Bielefeld eine gewisse Skepsis vorherrscht, sind die mit Ausnahme von Henri Koudossou bislang ausgebliebenen, echten Neuzugänge und ein aktuell recht kleiner Kader. So klein, dass gegen Cottbus nach dem kurzfristigen Ausfall von Felix Hagmann mit Philip Hildesheim ein zweiter Ersatzkeeper ins Aufgebot berufen wurde, um keinen Platz auf der Bank leer lassen zu müssen.

Geschäftsführer Michael Mutzel allerdings betonte nun gegenüber der Neuen Westfälischen, dass der kleine Kader durchaus gewollt ist. „Ich sehe die Kadergröße nicht so kritisch. Wir haben nicht die Rahmenbedingungen, um hier einen 28-Mann-Kader hinzustellen“, so Mutzel, der lieber mit „18, 19, 20 Spielern eine richtig gute Mannschaft“ stellen möchte als jede Woche einige Profis auf die Tribüne setzen zu müssen.

Grundsätzliche Gesprächsbereitschaft in Sachen Verkäufe

Gleichwohl verriet Mutzel am Rande des Spiels gegen Cottbus auch, nach Möglichkeit noch „einen oder zwei Spieler“ verpflichten zu wollen. Dabei dürfte einiges aber auch davon abhängen, ob es noch zu Abgängen von umworbenen Spielern wie Stefano Russo oder Monju Momuluh kommt, die für Mutzel aber nicht zwingend sind: „Die Spieler haben alle langfristige Verträge ohne Klausel. Arminia Bielefeld entscheidet, ob wir Spieler abgeben oder nicht. Nur weil irgendwo steht, dass es andernorts Interesse gibt, heißt das nicht, dass der Spieler dann auch weg ist.“

Sollte ein lukratives Angebot ins Haus flattern, wäre die Arminia aber durchaus offen für einen Verkauf. „Keiner ist hier auf der Flucht, aber an irgendeinem Punkt kann es passieren, dass man sagt: Hey, das ist für alle Seiten eine gute Lösung“, signalisierte Mutzel grundsätzliche Gesprächsbereitschaft, freilich nicht ohne erneut zu betonen, wer auf dem Fahrersitz sitzt: „Aber wir sind es, die die Entscheidung treffen, und nicht die Öffentlichkeit oder Leute drumherum.“

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