Arminia Bielefeld: Zeichen bei Julian Kania erneut auf Abschied

Rückkehrer ist nur Stürmer Nummer drei

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.26 | 07:24
© IMAGO / Noah Wedel

Schlechte Perspektive bei der Arminia: Julian Kania. © IMAGO / Noah Wedel

Eineinhalb Wochen bleiben Arminia Bielefeld noch bis zum Saisonauftakt beim Karlsruher SC. Diese Zeit wird Trainer Oliver Kirch sicherlich für den Feinschliff nutzen, um eine möglichst gut aufeinander abgestimmte Startelf ins erste Pflichtspiel schicken zu können. Da mit Henri Koudossou (FC Augsburg) nach wie vor nur ein echter Neuzugang hinzugestoßen ist, sollten die Ostwestfalen aber ohnehin besser eingespielt sein als viele Konkurrenten.

Als Rückkehrer wieder zum Kader gestoßen ist vor einigen Wochen Julian Kania, der in der Rückrunde der vergangenen Saison an den VfL Osnabrück verliehen war und am Ende den Aufstieg in die 2. Liga feiern durfte. Kanias Beitrag dazu fiel allerdings überschaubar aus. Nach seiner Ankunft an der Bremer Brücke stand der 1,93 Meter große Mittelstürmer direkt drei Mal in der Anfangsformation, konnte das Vertrauen aber nur bedingt rechtfertigen und kam in der Folge nur noch auf neun Einsätze als Joker. An einem Osnabrücker Treffer war Kania nicht beteiligt.

Grodowski und Uldrikis haben die Nase vorn

Das Vorhaben, in der 3. Liga Selbstvertrauen zu tanken, ist somit nicht aufgegangen. Und nun findet sich Kania zurück in Bielefeld in einer ähnlich schwierigen Situation wieder wie vor seinem Abschied im Winter. Wie Ex-Trainer Mitch Kniat sieht auch Kirch den 24-Jährigen nicht als Stammspieler. Vielmehr ist Kania hinter Joel Grodowski und Robert Uldrikis aktuell nur dritte Wahl für die einzige Mittelstürmerposition, wie die Einsatzzeiten in den letzten Testspielen unschwer erkennen lassen.

Wie der von einer Ausleihe zu Hansa Rostock zurückgekehrte Lukas Kunze besitzt auch Kania unverkennbar keine wirkliche Perspektive mehr in Bielefeld. Beiden würde die Arminia keine Steine in den Weg legen, wenn ein anderer Verein konkret anklopfen sollte. Und weil Kanias 14 Tore in der Bielefelder Aufstiegssaison 2024/25 noch in Erinnerung sind, ist davon auszugehen, dass sich bis zum Transferschluss am 1. September ein Klub finden wird, bei dem der ehemalige Nürnberger wieder regelmäßiger auf dem Feld stehen kann.

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