Bapoh und Co.: Das machen die Ex-Bochumer heute

Holland, Dänemark und Deutschland

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Sonntag, 07.10.18 | 08:06
Ulrich Bapoh erzielte für Twente bisher zwei Treffer.

Verließ Bochum im Sommer für ein Jahr nach Enschede: Ulrich Bapoh. ©Imago/Pro Shots

Neun Spieler haben der Castroper Straße im Sommer den Rücken gekehrt, zwei davon aber nur vorläufig. Simon Lorenz hat sich zu 1860 München ausleihen lassen, Ulrich Bapoh wählte den vorübergehenden Sprung ins Ausland und kickt in der Saison 2018/19 bei Twente Enschede, wo er ambitionierte Ziele hat, wie er Liga-Zwei.de im Kurz-Interview verrät.

Herr Bapoh, sie haben sich vom VfL in die 2. Holländische Liga ausleihen lassen. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?
Ulrich Bapoh: „Ich hatte nicht genügend Spielzeit und wollte nicht noch ein Jahr auf der Bank oder sogar überhaupt nicht im Kader sein. Deswegen war eine Leihe das Sinnvollste.“

Enschede liegt nahe der deutschen Grenze. Wie sehr hat sich dadurch die Eingewöhnungsphase verkürzt?
Bapoh: „Es ist schon zu weit, um an einem freien Tag nach Hause zu fahren. Aber viele Leute im Verein sprechen Deutsch, auch zwei oder drei Spieler sind deutschsprachig oder haben lange in Deutschland gespielt. Mit den anderen kommuniziert man auf Englisch. Die Eingewöhnung lief also schnell.“

„ Twente kann sich nicht in der zweiten Liga blicken lassen. ”
über das Saisonziel

Für Sie persönlich läuft es mit zwei Toren und einer Vorlage schon sehr gut. Welche Ziele haben Sie für sich und mit dem Team gesetzt?
Bapoh: „Ich habe mir als Ziel gesetzt, immer zu spielen. Da wir alles in allem mit Pokal und hoffentlich Play-Offs an die 40 Spiele haben werden, ist es auch mein Ziel in allen zum Einsatz zu kommen. Je nachdem, wie viele Spiele wir letztlich haben, möchte ich natürlich die entsprechende Anzahl an Toren schießen. Als Team haben wir den Wiederaufstieg als klares Ziel ausgegeben. Twente ist so ein großer Klub, ich finde, der kann sich nicht in der zweiten Liga blicken lassen.“

Wie haben Sie den starken Saisonstart des VfL verfolgt?
Bapoh: „Ich gucke jetzt regelmäßig auf Instagram, um den VfL zu verfolgen. Auch mein Vormund, der in Bochum lebt, schickt mir täglich Nachrichten. So weiß ich immer über den VfL Bescheid. Außerdem bin ich sehr gut befreundet mit Tom Baack und wir schreiben uns oft wie es so läuft. Der Start ist ja beim VfL fast immer gut, dann kommt aber meistens eine Phase, in der es nicht mehr passt. Das wird aber hoffentlich in diesem Jahr nicht so sein.“

Die übrigen Abgänge:

Johannes Wurtz
Der Angreifer wechselte zum Ligakonkurrenten Darmstadt 98. Über die Rolle des Jokers kämpfte er sich in die Startformation, wartet aber noch auf einen Treffer.

Selim Gündüz
Auch der Mittelfeldspieler steht seit Sommer in Darmstadt unter Vertrag. Eine Knieverletzung verhinderte bisher aber einen Einsatz.

Kevin Stöger
Eine Klasse höher trägt der Österreicher mittlerweile das Trikot von Fortuna Düsseldorf. In der ersten Elf konnte er sich aber noch nicht festbeissen, bei drei Spielen saß er ohne Einsatz auf der Bank.

Simon Lorenz
Den 21-jährigen Innenverteidiger verlieh Bochum bis Saisonende an 1860 München. Für den Drittligisten stand Lorenz in allen zehn Spielen auf dem Platz und konnte sich bereits zwei Mal in die Torschützenliste eintragen.

Martin Kompalla
Nachdem sein Vertrag im Sommer auslief, war der Keeper vereinslos. Mitte September verpflichtete ihn der SV Straelen, für den er in der Regionalliga bisher vier Spiele absolvierte und dabei acht Gegentreffer hinnehmen musste.

Philipp Ochs
Die Hoffenheimer Leihgabe wurde im Sommer erneut verliehen, diesmal zu Aalborg BK nach Dänemark. Bei seinem Debüt gegen Nordsjaelland erzielte er das 1:0-Siegtor und flog in der Nachspielzeit mit gelb-rot vom Platz. Kämpft derzeit noch um einen Stammplatz.

Luke Hemmerich
Die Leihgabe aus Schalke wechselte im Sommer fest zu Erzgebirge Aue. Für den Zweitligakonkurrenten der Bochumer kam Hemmerich zu zwei Einsätzen, pendelte sonst zwischen Bank und Tribüne.

Janni Serra
Mittlerweile geht der deutsche U21-Nationalspieler für Kiel auf Torejagd. Das mit Erfolg: Der gebürtige Hannoveraner stand an allen acht Spieltagen auf dem Platz, erzielte zwei Tore und bereite drei weitere Treffer vor.

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