VfL Bochum: Ibrahim Sissoko ohne Perspektive

Angreifer kann und soll sich einen neuen Verein suchen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 17.04.26 | 07:16
© IMAGO / Revierfoto

Klare Worte in Richtung Sissoko: Uwe Rösler. © IMAGO / Revierfoto

Durch ist der VfL Bochum auch nach dem enorm wichtige 4:1-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Braunschweig noch nicht, hat bei sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone fünf Spieltage vor Schluss aber eine gute Ausgangsposition und vor allem alles selbst in der Hand. Schon ein weiterer Erfolg am Samstag im direkten Duell bei Dynamo Dresden wäre wohl gleichbedeutend damit, dass an der Castroper Straße für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga geplant werden kann.

Allerdings muss Trainer Uwe Rösler im Vorfeld der Partie in Dresden ausgerechnet um Philipp Hofmann bangen, der in den vergangenen drei Partien an sechs Treffern direkt beteiligt und auch gegen Braunschweig der Matchwinner war. Der 33-Jährige, der im gesamten Saisonverlauf auf zehn Tore und acht Vorlagen kommt, damit mit einigem Abstand interner Top-Scorer ist, droht angeschlagen auszufallen.

Kaderplanung des vergangenen Sommers in keinem guten Licht

Für den Fall der Fälle wollte sich Trainer Rösler auf der Pressekonferenz am Donnerstag noch nicht in die Karten schauen lassen, schloss indes schon recht deutlich einen Einsatz von Ibrahim Sissoko aus. Der im vergangenen Sommer von AS St. Etienne gekommene Angreifer, dessen sechster und letzter Einsatz von Ende September datiert, ist nach einer Sprunggelenksverletzung zwar wieder fit, spielt in den Planungen aber keine Rolle mehr.

„Nach der Länderspielpause haben wir uns mit Simon Zoller zusammengesetzt. Wir haben ihm erklärt, dass es sehr, sehr schwer wird, hier Spielzeit zu bekommen. Wir wollten es tun, um ihm und seinem Berater zu signalisieren, dass es andere Optionen als den VfL Bochum gibt“, verriet Rösler, dem 30 Jahre alten Angreifer bereits einen Vereinswechsel im Sommer nahegelegt zu haben.

Ob sich für Sissoko, der noch einen Vertrag bis 2027 besitzt, ein Abnehmer findet, bleibt abzuwarten. Festhalten kann man allerdings, dass nach Michael Obafemi und Mathis Clairicia auch ein dritter Sturmzugang des vergangenen Sommers als Flop eingestuft werden muss. Während die Leihe mit Obafemi im Winter vorzeitig beendet werden konnte, sieht es bei Clairicia nach bislang acht torlosen Joker-Einsätzen auf Leihbasis für den FC Alverca erst einmal nach einer Rückkehr aus.

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