Darmstadt 98: Der Druck auf Florian Kohfeldt wächst

Zwei Heimspiele in Folge als Chance

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 19.10.26 | 07:31
© IMAGO / HMB-Media

Mit den Lilien im Tabellenkeller: Florian Kohfeldt. © IMAGO / HMB-Media

Der 3:1-Sieg gegen Energie Cottbus im ersten Spiel nach der Länderspielpause hatte die Hoffnung noch befeuert, dass der SV Darmstadt 98 mit etwas Verspätung in der Saison ankommt und den Tabellenkeller einigermaßen schnell hinter sich lassen kann. Eine Woche später sorgt eine 0:4-Niederlage beim Karlsruher SC, vor allem auch aufgrund ihrer Art und Weise, aber für weiter wachsende Zweifel.

Trainer Florian Kohfeldt stellte der schwache Auftritt seiner Elf beim KSC, der vor dem Spiel zwei Punkte weniger auf dem Konto hatte, aber in nahezu allen Bereichen überlegen war, auch vor ein Rätsel: „Es ist nicht so, dass alles durchgehend bei uns schlecht ist, aber wir haben unfassbare Schwankungen. Heute war eine ganz klare Schwankung nach unten. Und darüber werden wir intern natürlich die nächsten Tage reden. Aber so richtig ist es nicht erklärbar, wie wir heute aufgetreten sind. Das muss man auch ehrlicherweise so sagen“, so der Lilien-Coach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Lilien mit schwacher Laufleistung

Auch wenn eine Erklärung nicht leicht zu finden ist, steht Kohfeldt aber in der Verantwortung. Unter anderem auch für einen signifikanten bzw. erschreckenden Unterschied bei der Laufleistung, legte der KSC am Sonntagnachmittag doch über zwölf Kilometer mehr zurück als die Lilien, die in diesem Bereich nach den ersten acht Spieltagen sogar das ligaweite Schlusslicht im offiziellen Ranking bilden.

Kohfeldt, der seit September 2024 im Amt ist und schon schwierige Situationen gemeistert hat, genießt im Moment noch das Vertrauen der Verantwortlichen um Geschäftsführer Paul Fernie, der als Zuständiger für die Kaderzusammenstellung auch mit im Boot sitzt. Im Umfeld allerdings werden die Diskussionen um Kohfeldt immer lauter geführt und ohne einen längerfristigen Aufschwung auch kaum verklingen.

Die nächste Woche dient Kohfeldt weniger wegen des Pokalspiels bei der SV Elversberg, sondern vielmehr mit zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen gegen den FC St. Pauli und den 1. FC Magdeburg aber als Chance, die Lilien wieder auf Kurs zu bekommen. Bleiben die erhofften vier bis sechs Punkte aus, dürfte es am Böllenfalltor allerdings ungemütlich werden.

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