Dynamo Dresden: Reicht die Auswahl im Abwehrzentrum?

Zwangspause für Marco Hartmann

Marco Hartmann

Marco Hartmann muss in der Vorbereitung schon wieder eine Zwangspause einlegen. © imago images / Robert Michael

Der am Samstag vermeldete Wechsel von Sören Gonther zu Erzgebirge Aue kam durchaus unerwartet. Überraschend war dabei weniger die Tatsache, dass sich Aue mit einem erfahrenen Innenverteidiger verstärkt hat, als vielmehr die Bereitschaft von Dynamo Dresden, den 32-Jährigen ziehen zu lassen.

Gonther war zwar in seinen zwei Jahren in Dresden auch verletzungsbedingt nie wirklich ein Eckpfeiler, stand aber in der abgelaufenen Saison immerhin 17 Mal auf dem Platz und das 14 Mal von Anfang an. Gerade in der entscheidenden Phase der Saison erwies sich der Routinier als wichtig und trug zeitweise sogar die Kapitänsbinde, ehe ein Rippenbruch ein vorzeitiges Ende der Spielzeit bedeutete.

Nach dem Abgang von Gonther verfügt Trainer Cristian Fiel mit Florian Ballas und Jannik Müller nur noch über zwei klare und gestandene Innenverteidiger, die in der vergangenen Saison verletzungsbedingt aber nur zwölf bzw. 17 Spiele absolvieren konnten. Hinzu kommt Brian Hamalainen, der ebenfalls länger außer Gefecht gesetzt war und mit seinen 1,76 Metern eigentlich als Linksverteidiger verpflichtet wurde. Als linkes Glied einer Dreierkette hat sich der Däne aber bewährt.

Hartmann und Nikolaou eher im Mittelfeld?

Während der 18-jährige Kevin Ehlers bislang nur als Perspektivspieler dem Kader angehört, hat den schon vergangene Saison vom Verletzungspech verfolgten Kapitän Marco Hartmann wieder ein Rückschlag ereilt. Der 31-Jährige erlitt im Training am Montag eine Quetschung der Muskulatur im linken Unterschenkel und muss vorübergehend pausieren.

Ohnehin aber hatte Hartmann zuletzt angedeutet, sich eine Rückkehr ins defensive Mittelfeld vorstellen zu können. Dort wiederum hat sich eigentlich Jannis Nikolaou etabliert, der aber auch noch in der letzten Reihe aushelfen kann.

Unter dem Strich bleiben nach den Abgängen von Gonther und auch Dario Dumic (war vom FC Utrecht nur ausgeliehen) sechs Alternativen für die Dreierkette, auf deren rechter Seite im Notfall auch noch Linus Wahlqvist einspringen könnte. Mit Blick auf die Verletzungsanfälligkeit vieler Defensivkräfte und darauf, dass zumindest Hartmann, Nikolaou und Hamalainen auch in anderer Rolle gefragt sein könnten, stünde der SGD eine zusätzliche Option für das Defensivzentrum sicher gut zu Gesicht.