Eintracht Braunschweig: Das Derby als Schlüsselspiel
Bei einer Niederlage droht ein Abstiegsplatz
Schon fünf Niederlagen an den ersten acht Spieltagen: Lars Kornetka. © IMAGO / Darius Simka
Die Hoffnung, den wichtigen 1:0-Sieg im Kellerduell gegen Holstein Kiel bestätigen zu können, hat sich für Eintracht Braunschweig nicht erfüllt. Anstatt nachzulegen und sich tabellarisch in Richtung Mittelfeld orientieren zu können, unterlag der BTSV am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:2 und könnte im schlechtesten Fall bis zum Ende des achten Spieltages noch bis auf Rang 15 abrutschen.
Unabhängig vom konkreten Tabellenplatz sind sieben Punkte aus den ersten acht Begegnungen aber kein Ruhmesblatt und hochgerechnet mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wenig, um nach 34 Runden über dem Strich zu stehen.
Umso schmerzhafter sind Niederlagen wie in Fürth, die gemessen am Spielverlauf vermeidbar gewesen wären, wie 18:13-Torschüsse pro Braunschweig schnell erkennen lassen. Es fehlte der Eintracht aber vor beiden Toren die letzte Konsequenz, wie Florian Flick auf der Vereinshomepage stellvertretend auch für seine Kollegen analysierte: „Es tut extrem weh, weil in dem Spiel viel mehr drin gewesen war. Fürth war heute in den richtigen Momenten cleverer und abgezockter. Wir haben in den entscheidenden Momenten zu lange gebraucht. Fürth hat dann aus den drei Chancen die sie hatten, zwei Tore gemacht.“
Im Derby steht einiges auf dem Spiel
Lukas Frenkert widersprach seinem Kollegen nicht, richtete den Fokus aber auch schon auf den nächsten Sonntag, wenn Hannover 96 zum Niedersachsenderby an der Hamburger Straße gastiert. „Ganz klar ist, dass vor uns eine besondere Woche liegt. Jetzt dürfen wir alle sauer sein – jeder Einzelne, der es mit Eintracht Braunschweig hält. Aber am kommenden Wochenende brauchen wir maximalen Zusammenhalt: von außen wie von innen. Den Support wollen und müssen wir nutzen, um dann im Derby ein gutes Spiel und Ergebnis zu zeigen“, appelliert der Innenverteidiger schon mit einigem Vorlauf auch an das Publikum.
Natürlich steht gegen Hannover reichlich Prestige auf dem Spiel, aber es geht für die Eintracht gleichermaßen auch um drei Punkte, die richtungsweisend wären. Denn setzt es am neunten Spieltag die sechste Niederlage, droht nicht nur der Sturz auf den Abstiegsplatz, sondern ein längerer Aufenthalt im Tabellenkeller wäre kaum mehr zu vermeiden – und ebenso wenig zunehmende Unruhe im Umfeld.
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