Eintracht Braunschweig: Kommt noch ein neuer Linksverteidiger?

Verletzung von Niko Kijewski reißt eine Lücke

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 28.09.2020 | 07:31
Niko Kijewski gegen Holstein Kiel.

Auf Niko Kijewski muss Eintracht Braunschweig lange verzichten. ©imago images/Joachim Sielski

Den 5:4-Coup im DFB-Pokal gegen Hertha BSC konnte Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga bisher nicht bestätigen. Nach der 0:2-Niederlage beim 1. FC Heidenheim gelang dem BTSV auch bei der Heimpremiere gegen Holstein Kiel kein Tor, doch immerhin konnte die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer mit einem 0:0 den ersten Punkt einfahren.

Am gestrigen Sonntag war indes weniger das torlose Remis gegen die Störche das große Thema. Vielmehr gab es von Niko Kijewski eine Hiobsbotschaft zu verkraften. Der Linksverteidiger, der gegen Kiel acht Minuten vor Schluss ausgewechselt werden musste, erhielt eine schon tags zuvor zu befürchtende, wenig erfreuliche Diagnose. Kijewski erlitt einen Kreuzbandriss im rechten Knie und muss sich einer Operation unterziehen. Der 24-Jährige wird damit voraussichtlich mindestens ein halbes Jahr ausfallen und kann somit vermutlich erst im letzten Drittel der Saison wieder ins Geschehen eingreifen.

Mit Dreierkette und eher offensiver linker Seite?

Ob die Eintracht bis zum Transferschluss am nächsten Montag nun noch einmal tätig wird und einen neuen Linksverteidiger hinzuholt, bleibt abzuwarten. Mit Lasse Schlüter steht zwar eine Alternative im Kader, doch der 28-Jährige kam in der vergangenen Drittliga-Saison lediglich auf acht Einsätze und war klar zweite Wahl hinter Kijewski.

Schlüter ist indes nicht die einzige, auf der linken Abwehrseite vorstellbare Option. Auch Innenverteidiger Nico Klaß verfügt über Erfahrungen auf links, während möglicherweise auch der in der Vorbereitung von Trainer Meyer als Rechtsverteidiger ausprobierte Mittelfeldakteur Danilo Wiebe zum Thema werden könnte.

Letzteres vor allem dann, wenn sich Meyer anders als gegen Kiel für eine Dreier- statt eine Viererkette entscheidet. Mit der Absicherung durch drei Innenverteidiger könnte die linke Außenbahn auch mit einem nominell eher offensiv ausgerichteten Akteur besetzt werden.

Leandro Putaro und Manuel Schwenk kämen dafür in Frage. Klar ist allerdings, dass für die Überlegungen nicht mehr viel Zeit bleibt. Entscheiden sich die Verantwortlichen bis zum 5. Oktober gegen eine Neuverpflichtung, kämen anschließend bis Januar nur noch vertragslose Profis als Verstärkungen in Frage.