Fortuna Düsseldorf: Satoshi Tanaka wird zum Schnäppchen

Ausstiegsklausel nach dem Abstieg deutlich niedriger

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.26 | 07:17
© IMAGO / Sven Simon

Für die Fortuna kaum zu halten: Satoshi Tanaka. © IMAGO / Sven Simon

Vermutlich wird es noch ein wenig dauern bis rund um Fortuna Düsseldorf der folgenschwere Abstieg aus der 2. Bundesliga endgültig verdaut wurde und der Blick zumindest mit einem halbwegs positiven Gefühl in die Zukunft gerichtet werden kann.

Schnelle und mutmachende Personalentscheidungen wären in diesem Zusammenhang sicherlich hilfreich, um die Stimmung im Umfeld wieder aufzuhellen. Das weiß auch Sportvorstand Sven Mislintat, der auf der Vereinshomepage Zuversicht verbreitet und zeitnah erste Eckpfeiler eines neuen Teams setzen will: „Wir können und müssen erste Transfers schnell angehen, da das Budget für neue Spieler durch die vielen Abgänge frei ist. Wir können eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenstellen. Die erste Phase mit den Ankerspielern ist die wichtigste.“

Zur Aufgabe Mislintats, der nach eigenen Angaben mit seinen Kollegen „rund um die Uhr an der Kaderplanung und am Budget“ arbeitet gehören natürlich auch die Gespräche mit bisherigen Leistungsträgern, die auch künftig eine Rolle spielen könnten. Etwa Florian Kastenmeier, der zwar auch bei anderen Vereinen wie Werder Bremen ein Thema sein soll, einen Verbleib in Düsseldorf aber bislang nicht ausgeschlossen hat.

Mislintat erwartet Tanaka-Abgang

Anders als bei Kastenmeier glaubt Mislintat nicht an einen Verbleib von Satoshi Tanaka, obwohl der erst im Winter gekommene Japaner einer der wenigen Spieler mit noch gültigem Vertrag ist, der allerdings eine Ausstiegsklausel enthält.

„Bei Spielern wie Satoshi Tanaka ist es offensichtlich, dass sie für die 3. Liga eigentlich zu gut sind und Ambitionen wie die WM haben. Es gab sicherlich schon viele Anrufe bei seinen Beratern. Das bietet uns aber auch die Chance, wichtige Ablösen zu generieren“, macht Mislintat keinen Hehl daraus, den Abgang des zentralen Mittelfeldspielers zu erwarten, der allerdings nach dem Abstieg deutlich günstiger zu haben ist.

Die festgeschriebene Ablöse für den 23-Jährigen beträgt laut der Rheinischen Post nun nicht mehr zehn Millionen Euro, sondern schon für Vereine aus England und Top-Klubs wie den FC Bayern München und Borussia Dortmund nur noch drei Millionen Euro. Alle anderen Vereine können bei Tanaka für lediglich eine Million Euro zuschlagen, der somit gemessen an seinem Potential zum Schnäppchen wird.

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