Hannover 96: Benjamin Källman und Benedikt Pichler gefordert
Kein neuer Stürmer bis Transferschluss
Benedikt Pichler (l.) und Benjamin Källmann sollen 96 nach oben schießen. © IMAGO / DeFodi Images
Für die offensive Außenbahn hat Hannover 96 am Deadline Day noch die erhoffte Verstärkung und zugleich auch den Ersatz für den zu den Glasgow Rangers gewechselten Daisuke Yokota verpflichten könnten. Vom Hamburger SV wechselt Emir Sahiti in die niedersächsische Landeshauptstadt und soll möglichst wie 2024/25 den Hanseaten nun auch 96 zum Aufstieg verhelfen.
„Mit Emir Sahiti gewinnen wir einen Spieler aus der ersten Liga für uns, der uns und unseren Kader besser macht. Er ist dribbelstark, kann Eins-gegen-Eins-Situationen extrem gut auflösen und arbeitet auch fleißig gegen den Ball. Darüber hinaus bekommen wir mit ihm einen richtig guten Typen für die Kabine“, freute sich Sportdirektor Ralf Becker auf der Vereinshomepage über die Unterschrift des 27 Jahre alten Kosovaren bis zum 30. Juni 2028.
Selke und ein skandinavischer Torjäger zu teuer
Anders als für den Flügel ist es den 96-Verantwortlichen nicht mehr gelungen, einen Mittelstürmer hinzuzuholen. Während sich der ins Auge gefasste Gustaf Nilsson für Ligarivale Hertha BSC entschieden hat, waren andere Kandidaten wie Davie Selke (Istanbul Basaksehir FK) oder ein laut Bild kurzfristig angebotener Angreifer aus Skandinavien nicht finanzierbar.
Trainer Christian Titz muss nun zumindest bis zum Winter mit dem vorhandenen Sturmpersonal auskommen, das neben den 19-jährigen Talenten Taycan Etcibasi und Tom Hobrecht im Wesentlichen aus Benedikt Pichler und Benjamin Källman besteht. Das Duo ist in dieser Zweitliga-Saison noch torlos, wobei Pichler immerhin beim 9:1-Sieg beim SV Hemelingen im DFB-Pokal doppelt getroffen hat. Der 29 Jahre alte Österreicher brachte es vergangene Spielzeit indes in vorwiegend verletzungsbedingt nur 19 Einsätzen lediglich auf drei Tore und muss definitiv zulegen.
Källman, dessen wochenlang im Raum stehender Wechsel nach Polen auch deshalb kein Thema mehr ist, weil 96 keinen neuen Stürmer gefunden hat, brachte es 2025/26 in den ersten 22 Spielen auf starke 13 Tore. Danach allerdings gelang dem finnischen Nationalstürmer nur noch ein Tor. Die Hoffnung ist aber vorhanden, dass Källman unterstützt von torgefährlichen Akteuren wie Lars Gindorf oder dem zuletzt nach seiner Einwechslung beim 1:0-Sieg in Darmstadt auffälligen Mustapha Bundu seinen Torriecher wiederfindet.
Falls Pichler und Källman nicht wie erhofft funktionieren, dürfte im Januar ein Stürmertransfer wieder ganz oben auf der Agenda stehen. Ob 96 bis dahin ohne oder mit nur wenigen Stürmertoren aussichtsreich im Aufstiegsrennen mitmischen kann, ist eine andere Frage, die das vorhandene Sturmpersonal möglichst gar nicht aufkommen lassen soll.
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