Hannover 96: Frühes Endspiel für Christian Titz in Nürnberg?
Trainerwechsel bei erneuter Enttäuschung denkbar
Früh in der Saison im Blickpunkt: Christian Titz. © IMAGO / DeFodi Images
Vier Punkte aus den ersten vier Spielen und Tabellenplatz 13 sind bei weitem nicht das, was man sich bei Hannover 96 vor der Saison erwartet hatte. Und auch, wenn das Spieljahr noch jung ist und mit etwas mehr Spielglück auch eine bessere Ausbeute möglich gewesen wäre, herrscht in der niedersächsischen Landeshauptstadt schon früh Unruhe, in deren Mittelpunkt Trainer Christian Titz steht.
In seinem zweiten Jahr soll und muss Titz mit 96 den im Mai am Ende ebenso unnötig wie knapp verpassten Aufstieg in die Bundesliga schaffen, wobei bereits jetzt ein Rückstand von mindestens vier Punkten auf das Spitzenquintett mit Hertha BSC, dem 1. FC Nürnberg, dem 1. FC Heidenheim, dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Kaiserslautern vorhanden ist.
Die Verantwortlichen in Hannover wissen natürlich, dass dieser Rückstand möglichst nicht weiter anwachsen sollte, um nicht frühzeitig entscheidend ins Hintertreffen zu geraten, zumal die genannten Top-Teams allesamt nicht zufällig deutlich besser gepunktet haben als 96. Zu einem echten Gradmesser wird am Freitag das Hannoveraner Gastspiel in Nürnberg, wo es für 96 nicht nur um den Anschluss nach ganz oben geht, sondern für Trainer Titz möglicherweise auch schon um den Job.
Internes Ziel bis zur Länderspielpause
Der 55-Jährige hat sich mit einigen Personalentscheidungen selbst angreifbar gemacht, sodass die Verantwortlichen um Geschäftsführer Jonas Boldt längst sowohl genau als auch kritisch auf die Arbeit des Trainers blicken. Der Auftritt im Frankenland wird so sicherlich intensiv analysiert, wobei eine Niederlage schon das Aus für Titz bedeuten könnte.
Denn nach Informationen der Bild gab es vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC das interne Ziel, bis zur Länderspielpause mindestens sechs Punkte zu holen. Nach dem 2:2 gegen die Badener kann diese Marke aber nur noch mit Siegen in Nürnberg sowie danach gegen den VfL Bochum erreicht werden. Rechnerisch wäre für Titz so schon ein Unentschieden am Freitag zu wenig, um die Vorgaben noch erfüllen zu können. Sofern die Leistung stimmt, würde aber ein Remis laut Bild noch nicht zwingend in einem Trainerwechsel münden.
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