Holstein Kiel: Keine Zweifel an Tim Walter
Störche nach dem Fehlstart aber unter Druck
Im Frühjahr Retter, nun am Tabellenende: Tim Walter. © IMAGO / Ole Jacobsen
Nachdem der FC St. Pauli (1:0 gegen den VfL Wolfsburg) und der SV Darmstadt 98 (2:1 gegen Arminia Bielefeld) am Wochenende jeweils ihren ersten Dreier einfahren konnten, ist Holstein Kiel der letzte sieglose Zweitligist – und nach der späten 0:1-Niederlage beim 1. FC Heidenheim zugleich ans Tabellenende abgerutscht.
Nicht zum ersten Mal spielten die Störche in Heidenheim lange gut mit, agierten allerdings im letzten Drittel ohne die nötige Durchschlagskraft und brachten sich dann kurz nach der Pause mit der gelb-roten Karte von Jonas Therkelsen selbst auf die Verliererstraße, wenngleich Heidenheim das Tor des Tages erst in der 83. Minute erzielte und in Person von Phil Harres noch eine große Ausgleichschance vorhanden war.
Saisonübergreifend seit sieben Spielen sieglos
Unter dem Strich stand bei drei Unentschieden die zweite Saisonniederlage, die vor allem auch wegen der Folgen für die Tabelle auf die Stimmung drückte und vor dem Heimspiel am Samstag gegen den VfL Osnabrück für eine Drucksituation sorgt. Gegen den Aufsteiger, der zwar schon drei Mal verloren hat, dank zweier Siege aber die doppelte Punktausbeute aufweist, sollten sich die Störche keine weitere Enttäuschung erlauben, damit die folgende, lange Länderspielpause nicht von Unruhe und Absturzsorgen geprägt wird.
Nicht zur Diskussion steht trotz des Fehlstarts und saisonübergreifend bereits sieben Spielen in Folge ohne Sieg der Trainer. „Tim Walter sitzt zu 100 Prozent fest im Sattel“, gab Geschäftsführer Olaf Rebbe im kicker (Ausgabe vom 14.09.2026) ein klares Bekenntnis zum 50 Jahre alten Fußball-Lehrer ab, der im Frühjahr wie erhofft zum Retter avanciert ist und nun erneut in misslicher Lage gefodert ist. Dabei war der Plan in Kiel eigentlich, im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der Bundesliga wieder in anderen Tabellenregionen mitzuspielen. Dafür allerdings muss schleunigst der Knoten platzen und gegen Osnabrück ein Dreier her.
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