Holstein Kiel: Wird die mangelnde Effizienz zum Dauerproblem?

Unnötiges Pokal-Aus gegen Augsburg

Kingsley Schindler im Pokal gegen Augsburg.

Hatte bei einem Aluminiumtreffer Pech: Kingsley Schindler (l.). ©Imago/Agentur 54 Grad

Anders als der Hamburger SV, der SC Paderborn und der 1. FC Heidenheim hat es Holstein Kiel verpasst, als Zweitligist ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen. Allerdings unterstrichen auch die Störche die Qualität der 2. Bundesliga und waren gegen den FC Augsburg dem Sieg eigentlich deutlich näher als der Erstligist, der dann aber fünf Minuten vor dem Ende den fahrlässigen Kieler Umgang mit den vorhandenen Chancen bestrafte.

Als Michael Gregoritsch bei einem der immer seltener werdenden Augsburger Gegenangriffe das Tor des Tages markierte, hätte Kiel eigentlich längst führen müssen. Kingsley Schindler mit einem Pfostentreffer vor der Pause und Masaya Okugawa, der freistehend aus kurzer Distanz das leere Tor verfehlte, vergaben nur die besten von einigen Gelegenheiten zur Führung für die Störche.

Chancenverwertung in der Liga völlig in Ordnung

Trainer Tim Walter haderte auf der vereinseigenen Webseite nach der Partie wenig überraschend damit, dass sich seine Mannschaft nicht für einen guten Auftritt belohnt hat: „Wir haben Augsburg dominiert und uns viele Torchancen herausgespielt. Aber man muss Tore erzielen, um Spiele zu gewinnen. Daran müssen wir arbeiten. Vielleicht ist das eine Erfahrung, die man machen muss, auch wenn wir gerne darauf verzichtet hätten.“

Vielleicht ist das eine Erfahrung, die man machen muss. (Tim Walter)

Zum ersten Mal war es indes nicht der Fall, dass mangelnde Effizienz einem vollen Erfolg im Weg stand. Bereits zum Jahresauftakt beim 1. FC Heidenheim ließen die Störche einige Chancen liegen und mussten dann am Ende sogar über ein 2:2 froh sein. Insgesamt allerdings kann man nicht von einem Problem mit der Chancenverwertung sprechen. So belegt Kiel in der Zweitliga-Statistik des „Kicker“ mit 31,4 Prozent verwerteter Gelegenheiten Platz fünf.

Bei aller Enttäuschung hob Walter freilich auch die „überragende“ Vorstellung seines Teams hervor, das nun alle Konzentration auf die Liga richten kann. Weiter geht es am Sonntag beim 1. FC Magdeburg, wo mit einem Sieg bei günstigem Verlauf des Spieltages der Sprung auf den dritten Platz möglich sein könnte.

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