Jahn Regensburg: Baut Selimbegovic mehrfach um?

Auf die Pleite von Karlsruhe könnten Änderungen folgen

Mersad Selimbegovic

Mersad Selimbegovic verfügt vor dem Heimspiel gegen St. Pauli über einige Optionen. © imago images / Pressefoto Baumann

Mit Oliver Hein und Andreas Geipl werden zwei seit Wochen verletzte Akteure nach und nach wieder ins Mannschaftstraining von Jahn Regensburg integriert. Für das Heimspiel am Sonntag gegen den FC St. Pauli stehen beide zwar noch nicht wieder zur Verfügung, doch spätestens nach der Winterpause sollen Hein und Geipl den internen Konkurrenzkampf wieder befeuern.

Auch ohne das Duo verfügt Trainer Mersad Selimbegovic aber über einige Alternativen. Und nach der 1:4-Niederlage am vergangenen Wochenende beim Karlsruher SC dürfte der Jahn-Coach auch darüber nachdenken, von der einen oder anderen Option Gebrauch zu machen. So sind vor allem auf zwei Positionen Änderungen nicht unwahrscheinlich.

Darf Schneider gegen den Ex-Klub ran?

Die Entscheidung, nach abgesessener Gelbsperre auf Abwehrchef Marcel Correia zu verzichten und dafür in der Innenverteidigung erneut auf Tim Knipping neben Sebastian Nachreiner zu setzen, hat sich in Karlsruhe nicht bezahlt gemacht. Knipping verdiente sich den erneuten Einsatz zwar mit seiner starken Startelfpremiere als Correia-Ersatz gegen den 1. FC Heidenheim (3:1), doch in Karlsruhe mangelte es an defensiver Stabilität, was sich anhand der vier Gegentore unschwer erkennen lässt. Obwohl dafür sicherlich nicht nur Knipping verantwortlich war, wird gegen St. Pauli wieder das bewährte Innenverteidiger-Duo mit Correia und Nachreiner erwartet.

Ein weiterer Wechsel könnte die offensiven Außenbahnen betreffen. Sebastian Stolze dürfte dort trotz einer ebenfalls schwächeren Vorstellung in Karlsruhe seinen Platz sicher haben, doch ob Erik Wekesser zum dritten Mal in Folge von Beginn an ran darf, ist eher fraglich. Anstelle des 22-Jährigen, der in 552 Einsatzminuten in dieser Saison bei zwei Vorlagen noch torlos ist, könnte Jann George ins Team rücken.

Mit vier Treffern und zwei Assists in 685 Minuten ist George weitaus gefährlicher und könnte mit Stolze eine schon in der Vergangenheit erprobte Flügelzange bilden. Denkbar ist aber auch, dass der im Sommer just vom FC St. Pauli gekommene Jan-Marc Schneider eine neue Chance erhält. Der 25-Jährige hat am elften Spieltag als Joker beim 1. FC Nürnberg (1:1) einen späten Punkt gerettet und eine Woche später beim 3:3 gegen den VfL Osnabrück per Fallrückzieher getroffen.

Mit einem durchwachsenen Auftritt beim 2:2 in Darmstadt verlor Schneider seinen Platz aber wieder und musste zuletzt zwei Mal beim Anstoß auf die Bank. Auch aufgrund der sicherlich hohen Motivation beim flexibel einsetzbaren Offensivmann ist die Rückkehr in die Anfangsformation am Sonntag allerdings nicht ausgeschlossen.