VfL Bochum: Entscheidende Wochen für Uwe Rösler?

Vereinsführung erwartet deutliche Steigerung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 19.10.26 | 07:04
© IMAGO / Jan Huebner

Immer mehr im Fokus: Uwe Rösler. © IMAGO / Jan Huebner

Nach der eigenen 0:2-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern ist der VfL Bochum am Sonntag durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen auf Relegationsrang 16 abgerutscht und damit endgültig unverkennbar im Tabellenkeller angekommen. Nur sieben Punkte aus den ersten acht Spielen, in denen die schwächste Offensive der Liga nur maue fünf Treffer zustande gebracht hat, sind die Zwischenbilanz einer Mannschaft, die sich auf einen langen Kampf gegen den Abstieg einstellen muss – was allerdings nicht den Erwartungen an der Castroper Straße entspricht.

Den neunten Platz zu toppen, der am Ende der vergangenen Saison zu Buche stand, ist zwar natürlich noch immer möglich, aber aktuell verbietet es sich eigentlich, höhere Ziele auszugeben. Vielmehr muss der VfL ähnlich wie vor einem Jahr nach noch schlechterem Start in die Spur finden, um nicht tatsächlich wie Nachbar Fortuna Düsseldorf hart in der 3. Liga aufzuschlagen.

Vor einem Jahr war der Anfang Oktober 2025 verpflichtete Trainer Uwe Rösler maßgeblich dafür verantwortlich, dass ein deutlicher Aufschwung einsetzte. Nun steht Rösler immer noch in der Verantwortung, doch anstatt wie noch vor wenigen Wochen über eine Verlängerung des am Saisonende laufenden Vertrages wird zumindest im Umfeld inzwischen mehr und mehr darüber diskutiert, ob nicht ein abermaliger Trainerwechsel für neuen Schwung sorgen könnte.

Klubführung uneins

Öffentlich genießt Rösler weiter das Vertrauen sowohl der Mannschaft als auch der Verantwortlichen. Laut einem Bericht der WAZ herrscht innerhalb der Klubführung bei der Bewertung der Personalie aber keine Einigkeit. Als Typ wird Rösler unverändert sehr geschätzt und als passend für den VfL eingestuft, doch Leistungen und Ergebnisse haben offenkundig auch Zweifel aufkommen lassen. Dass eine Vertragsverlängerung aktuell nicht mehr forciert wird, spricht für sich, wäre mit Blick auf die Tabelle nach außen freilich auch schwer zu vermitteln.

Nach Informationen der WAZ wird Rösler am Freitag gegen den VfL Wolfsburg auf der Bank sitzen, muss mit seiner Elf aber spätestens bis zur Länderspielpause Mitte November in die Spur finden. Die Verantwortlichen erwarten in vielen Bereichen eine deutliche Steigerung und sicher zuvorderst Ergebnisse – die gegen Wolfsburg, im DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05, bei Energie Cottbus und gegen den Karlsruher SC aber in der zuletzt gezeigten Form nicht ganz einfach einzufahren sein werden.

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