VfL Bochum: Flexibel in die Rückrunde

Nach der Vorbereitung sind verschiedene Systeme möglich

Thomas Reis

Hat in der Vorbereitung mit mehreren Grundordnungen operiert: Thomas Reis. © imago images / Revierfoto

Ob der VfL Bochum bis zum Transferschluss am Freitag noch einen weiteren Winterneuzugang neben dem von der TSG 1899 Hoffenheim gekommenen Robert Zulj verpflichten wird, ist nach wie vor offen. Dem Vernehmen nach laufen zwar Bemühungen um weitere Verstärkungen, doch ob diese auch in einen Abschluss münden, bleibt abzuwarten.

Aber auch dann, wenn Trainer Thomas Reis in den kommenden Tagen kein neues Gesicht mehr begrüßen kann, dürfte der VfL in den verbleibenden 16 Saisonspielen nicht einfach auszurechnen sein. Grund dafür ist, dass Reis in der Vorbereitung auf die Restrunde großen Wert auf Flexibilität gelegt hat. Neben der vor Weihnachten fixen Viererkette ist künftig auch eine Variante mit Dreier- bzw. Fünferkette möglich.

Die Raute als weitere Option

Auch im Mittelfeld und im Angriff ist der VfL nicht mehr starr auf eine oder zwei Grundordnungen festgelegt. So bot Reis schon in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause mit Manuel Wintzheimer an der Seite von Silvere Ganvoula eine Doppelspitze auf, nachdem letzterer zuvor in einem 4-2-3-1 in der Regel ganz vorne allein auf weiter Flur war.

Das 4-2-3-1 bleibt aber sicher ebenso eine Option wie das klassische 4-4-2 mit Doppelsechs und zwei offensiven Außen. Beim 2:0-Testspielsieg gegen den KFC Uerdingen setzte Reis indes auf ein 4-4-2 mit Mittelfeldraute, in dem es mit Neuzugang Zulj und Chung-Yong Lee zwei aktuell zwei Kandidaten für die Zehner-Position gibt. Vorstellbar wären an der Spitze der Raute auch Thomas Eisfeld sowie der aktuell noch verletzte Sebastian Maier.

Eng würde es in einer Raute indes für die ansonsten als Flügelspieler eingesetzten Danny Blum und Simon Zoller, die beide als bewegliche Angreifer aber auch neben Ganvoula eine Alternative wären.

Wie in der Offensive gibt es auch im Defensivbereich sowie im zentralen Mittelfeld einen heißen Konkurrenzkampf mit nur wenigen klaren Stammkräften wie Torwart Manuel Riemann, Danilo Soares auf der linken Abwehrseite oder Kapitän Anthony Losilla vor der Abwehr. Coach Reis freilich dürfte darüber alles andere als unglücklich sein, sollte dadurch doch in der täglichen Arbeit für leistungsfördernde Spannung gesorgt sein.

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