VfL Bochum: Thomas Reis schürt den Konkurrenzkampf

Auch vermeintliche Stammkräfte müssen bangen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 23.10.20 | 07:34
Thomas Reis

Unzufrieden mit dem Auftritt in Braunschweig: Thomas Reis. © imago images / Team 2

Fünf Punkte aus den ersten vier Spielen sind nicht zuletzt im Vergleich zur vergangenen Spielzeit, als der VfL Bochum seinen fünften Zähler erst am achten Spieltag einfahren konnte, sicherlich keine ganz schlechte Startbilanz, aber doch weniger, als man sich an der Castroper Straße nach der guten Rückrunde der Vorsaison erhofft hatte.

Die fünf Punkte aus den ersten drei Partien gegen den FC St. Pauli (2:2), beim Karlsruher SC (1:0) und gegen den VfL Osnabrück (0:0) waren noch passabel, doch mit der 1:2-Niederlage bei Eintracht Braunschweig am vergangenen Wochenende wurde aus einem ordentlichen allenfalls noch ein mittelmäßiger Start. Trainer Thomas Reis war denn auch merklich unzufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge beim Aufsteiger, als das Spiel vor allem nach der Pause aus der Hand gegeben wurde.

Droht Zulj und Ganvoula die Bank?

Nicht ausgeschlossen, dass die von Reis gegenüber der Reviersport im zweiten Durchgang als „ein bisschen schlafmützig“ eingestufte Vorstellung von Braunschweig mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag gegen Erzgebirge Aue auch personelle Konsequenzen zur Folge hat. Im „kicker“ (Ausgabe 87/2020 vom 22.10.2020) jedenfalls deutete Reis an, dass es erst einmal keine Stammplätze mehr gibt: „Jeder hat die Möglichkeit, sich übers Training anzubieten.“

„ Jeder hat die Möglichkeit, sich übers Training anzubieten. ”
Thomas Reis

Um ihren Platz bangen müssen wohl auch Robert Zulj und Silvere Ganvoula, die bislang unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Torjäger Ganvoula darf sich zwar zwei Vorlagen ans Revers heften, ist selbst aber noch ohne Treffer. Zulj verbucht ein Tor und eine Vorlage, ließ in den letzten Spielen aber zu oft die erhofften Impulse vermissen und macht schlichtweg aktuell zu wenig aus seinen fraglos vorhandenen Möglichkeiten.

Thomas Eisfeld auf der Zehn und Soma Novothny in der Spitze dürfen stattdessen auf eine Chance hoffen. Völlig offen ist derweil wieder die Besetzung des linken Flügels. Nachdem Danny Blum bei seiner Startelfchance in Braunschweig nicht überzeugen konnte, könnten diesmal Gerrit Holtmann oder Milos Pantovic den Zuschlag erhalten.

Im defensiven Mittelfeld macht unterdessen der spät verpflichtete Raman Chibsah Druck auf die bislang gesetzten Anthony Losilla und Robert Tesche. Insbesondere für letzteren könnte es eng werden, wohingegen Kapitän Losilla weiterhin das Vertrauen genießen dürfte.