VfL Bochum: Verlängerung mit Uwe Rösler trotz vieler Baustellen?
Der Trend geht eher nach unten
Seit fast genau einem Jahr beim VfL: Uwe Rösler. © IMAGO / Jan Huebner
In die Länderspielpause ging der VfL Bochum zwar mit einer 1:2-Niederlage bei Hannover 96, aber dennoch nicht vollends unzufrieden. Denn die Leistung in Niedersachsen war durchaus ansprechend, wurde allerdings trotz 28:10-Torschüssen am Ende nicht belohnt. Gleichwohl war mit dem Auftritt die Hoffnung verbunden, endlich auch zu Hause bestimmender aufzutreten und nach nur einem Punkt aus den ersten drei Partien an der Castroper Straße gegen Arminia Bielefeld einen Dreier zu landen.
Doch der VfL kassierte gegen Bielefeld die bereits dritte 0:1-Heimniederlage der Saison. Weil auch das 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth im eigenen Stadion kein wirklich gutes Ergebnis war, ziert der VfL in der Heimtabelle den letzten Platz und weist unabhängig vom Spielort mit nur einem Zähler aus den letzten drei Partien auch eine Tendenz auf, die eher einen Blick nach unten erfordert denn eine Orientierung in die obere Tabellenhälfte erlaubt.
Trotz einer sicherlich nicht zufriedenstellenden Tendenz sickerte während der Länderspielpause durch, dass eine Vertragsverlängerung mit Trainer Uwe Rösler über diese Saison hinaus wahrscheinlich ist und auch schon einigermaßen zeitnah über die Bühne gehen könnte. Zum Unverständnis einer wachsenden Anzahl an Beobachtern, die die momentane Lage offenkundig kritischer sehen als die Verantwortlichen, die laut kicker eine Verlängerung mit dem 57 Jahre alten Fußball-Lehrer nicht ausschließlich von den nackten Zahlen abhängig machen wollen, sondern den Traineryp Rösler generell als passend für den VfL einstufen.
Zumindest die Defensive funktioniert
Für eine kurzfristige Verlängerung gibt es indes nur wenig Argumente. Vielmehr ist Rösler gefordert, die nicht wenigen Baustellen abzuarbeiten und sich so für ein neues Arbeitspapier zu empfehlen. Neben der Heimschwäche gehört zu den größten Problemen das auch gegen Bielefeld wieder schwache Offensivspiel, das sich bestens an nur fünf Toren an den ersten sieben Spieltagen ablesen lässt – der schwächste Wert der gesamten Liga.
Eine einigermaßen stabile Defensive, die mit erst sieben Gegentreffern ligaweit die zweitbeste ist, lässt sich zwar als Plus für Rösler verbuchen, der nun aber beweisen muss, auch längerfristig erfolgreich arbeiten zu können. Der einstige DDR-Nationalstürmer wurde vor fast genau einem Jahr auch deshalb ausgewählt, weil sich auf seinen früheren Stationen stets schnelle Erfolge einstellten – wie in Bochum, wo Rösler nun gefordert ist, den Trend zu stoppen, damit statt einer Verlängerung nicht bald ein Trainerwechsel zum Thema wird.
Mehr News zum VfL Bochum? Dann folge gerne auch unserer VfL-Seite auf Facebook!
