VfL Wolfsburg: Wird Timon Wellenreuther der neue Schlussmann?

Bei Feyenoord Rotterdam droht neue Konkurrenz

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 12.07.26 | 09:48
© IMAGO / Orange Pictures

Aktuell mit Feyenoord in der Saisonvorbereitung: Timon Wellenreuther. © IMAGO / Orange Pictures

Im zweiten Testspiel der Vorbereitung auf die in vier Wochen zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern beginnende Saison hat der VfL Wolfsburg am Samstag bei der FSV Schöningen einen 8:2-Sieg verbucht, nachdem der erste Test gegen eine regionale Anheuser-Busch-Bud-Auswahl mit 11:0 gewonnen worden war.

Trainer Tobias Strobl sah im Vergleich zur ersten Partie Fortschritte, aber auf der Vereinshomepage auch noch Luft nach oben: „Es war ein sehr aufschlussreicher Test. Ich habe viele gute Momente mit dem Ball und nach Ballverlusten gesehen, außerdem waren die Verbindungen auf dem Platz im Vergleich zur vergangenen Woche schon deutlich besser. Die Mannschaft hat mit viel Energie gespielt und sich die acht Tore erarbeitet. Das zweite Gegentor ärgert mich allerdings, weil es vermeidbar war – deshalb bin ich zufrieden, aber nicht rundum glücklich mit dem Test.“

Während Routinier Pavao Pervan im ersten Durchgang seinen Kasten sauber hielt, musste nach der Pause der 18-jährige Nachwuchskeeper Jakub Zielinski zwei Mal hinter sich greifen. Zum Zweitliga-Auftakt gegen Kaiserslautern werden indes aller Voraussicht nach beide nicht das Tor der Wölfe hüten, ebenso wenig der wechselwillige Kamil Grabara und Marius Müller, der dem Vernehmen nach kein gutes Standing mehr besitzt und den Verein verlassen kann bzw. soll.

Wellenreuther zuletzt sogar Feyenoord-Kapitän

Die Suche nach einer neuen Nummer eins läuft unterdessen auf Hochtouren, wobei die seit 1. Juli vereinslosen Florian Kastenmeier und Stefan Ortega wohl kein Thema sind. Zudem ist auch die Spur zu Michael Zetterer (Eintracht Frankfurt) erkaltet und die Wunschlösung Tjark Ernst, die für den Fall des Klassenerhalts wahrscheinlich gewesen wäre, lässt sich wohl nicht realisieren. Der 23-Jährige zieht es stattdessen von Hertha BSC zu Feyenoord Rotterdam, was indirekt aber auch Auswirkungen auf den VfL haben könnte.

Denn laut der Wolfsburger Allgemeinen ist mit Timon Wellenreuther nun just die bisherige Nummer eins Feyenoords ins Visier der Wölfe gerückt. Der 30-Jährige, der einst zehn Partien für die deutsche U21 bestritten hat, verpasste in der zurückliegenden Saison nur ein Spiel aufgrund einer Gelbsperre und war beim niederländischen Spitzenklub in der Rückrunde sogar Kapitän.

Feyenoord scheint sich im Tor mit Ernst nun aber neu und jünger aufstellen zu wollen, sodass bei Wellenreuther ein Jahr vor Vertragsende ein Abgang denkbar ist – möglicherweise nach Wolfsburg.

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