Vorschau: Dynamo Dresden vs. 1. FC Magdeburg
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 18.10.2026
© IMAGO / Zink
Ihre Erfolge aus DDR-Zeiten konnten Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg zwar nach der Wiedervereinigung nicht annähernd wiederholen, gehören aber ungeachtet dessen zu den populärsten Vereinen nicht nur in Ostdeutschland. Dementsprechend verspricht der Elb-Clásico auch an diesem Sonntag wieder jede Menge Spannung und Brisanz gleichermaßen – mit dem deutlich größeren Druck auf Seiten der SGD, die den Tabellenkeller gerne hinter sich lassen würde, wohingegen sich der FCM mit einem Sieg im vorderen Drittel festsetzen könnte.
Dynamo Dresden: Weiter ohne Thomas Keller
Im Wissen darum, dass eine weitere Enttäuschung die Unruhe verstärken und auch den Druck auf seine Person erhöhen würde, setzt Thomas Stamm im Ostklassiker auch auf das Publikum: „Wir wollen die Partie unbedingt für uns entscheiden, weil viele Emotionen drin sein werden. Dadurch hast du immer die Möglichkeit, das Momentum auf deine Seite zu ziehen“, so der Dynamo-Trainer auf der Pressekonferenz am Freitag.
Verzichten muss Stamm weiterhin auf die in der Reha befindlichen Lars Bünning und Kenneth Schmidt sowie auf Thomas Keller, der nach einer Gehirnerschütterung noch immer nicht ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Wie beim 1:1 vergangene Woche beim VfL Osnabrück werden so wohl Friedrich Müller und Nicolai Rapp die Innenverteidigung bilden, mit Ahmet Muhamedbegovic als Alternative – vor Lennart Grill, der im Tor erneut den Vorzug vor Tim Schreiber erhält.
Auf der linken Abwehrseite könnte der in Osnabrück krankheitsbedingt geschwächte Alexander Rossipal anstelle von Simon Straudi zurückkehren, während ansonsten eher keine Veränderungen zu erwarten sind.
Die voraussichtliche Aufstellung: Grill – Sterner, Rapp, Müller, Rossipal – Raschl – Wagner, Hauptmann – Covic, Vermeij, Bobzien
1. FC Magdeburg: Nollenberger und Michel noch fraglich
Magdeburgs Trainer Petrik Sander nutzte die PK am Freitag für warnende Worte und betonte, den Gegner nicht am Tabellenstand zu messen, verbunden mit klaren Aufträgen für seine Schützlinge: „Wenn man sich die Spiele von Dynamo anschaut, haben sie eindeutig zu wenig Punkte eingefahren. Ich bin überzeugt davon, dass sie in den vergangenen Wochen daran gearbeitet haben. Sie sind eine sehr laufstarke Mannschaft und werden uns sicherlich hoch anlaufen, um so Ballgewinne zu erzielen. Das gilt es zu verhindern.“
Unverändert keine Option ist der Langzeitverletzte Lubambo Musonda. Ob die vergangene Woche beim 3:0-Sieg gegen Hannover 96 angeschlagen fehlenden Falko Michel und Alexander Nollenberger zur Verfügung stehen, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Weil die Vertreter Pierre Nadjombe auf der linken Abwehrseite und Torben Müsel im zentralen Mittelfeld zu überzeugen wussten, dürfte Coach Sander aber nicht die Notwendigkeit sehen, bei Nollenberger und Michel ins Risiko zu gehen.
Gut vorstellbar ist vielmehr, dass der FCM in Dresden in unveränderter Besetzung antritt – in der Hoffnung auf eine Wiederholung des 2:1-Auswärtssieges in der vergangenen Saison.
Die voraussichtliche Aufstellung: Reimann – Bockhorn, Müller, Garcia MacNulty, Nadjombe – Hyryläinen, Kwarteng, Müsel – Iyoha, Zukowski, Atik
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Sonntag, 13.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.45 Uhr in der ARD-Sportschau.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum Unter 2.5 Tore unser Werttipp ist:
Die 2.40 bietet echten Value gegen den Markt (Über 2.5 bei 1.50). Der Elb-Clásico ist ein Derby mit Brisanz auf den Rängen — und Derbys dieser Kategorie enden in der 2. Bundesliga überproportional häufig mit wenigen Toren. Stamm setzt auf Emotionen und Momentum, Sander warnte vor Dresdens hohem Anlaufen und gab die Devise aus, „Ballgewinne zu verhindern” — das klingt nach kontrolliertem Auswärtsspiel. Beide treffen bei 1.77 zeigt, dass der Markt durchaus ein torarmes Szenario für möglich hält. Ein 1:0 oder 1:1 ist das wahrscheinlichste Ergebnis.
Die Risikowette auf Magdeburg (2.55) lebt vom 3:0 gegen Hannover und der eingespielten Startelf.
Sander verändert voraussichtlich nichts — Müsel und Nadjombe haben sich als Vertreter bewährt. Dresden fehlt weiterhin Keller (Gehirnerschütterung) und spielt mit einer Müller/Rapp-Innenverteidigung, die sich erst seit wenigen Wochen findet. Magdeburg hat in der Vorsaison 2:1 in Dresden gewonnen. Bei 2.55 aber kein Schnäppchen — der Markt sieht es fast als Coin-Flip.
