Wächst das Kölner Lazarett weiter an?

Sorgen um Marco Höger, Louis Schaub und Jannes Horn

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 22.10.18 | 07:39
Louis Schaub

Musste in Kiel mit einer Sprunggelenksverletzung vom Platz: Louis Schaub ©imago/Eibner Europa

UPDATE: Der 1. FC Köln hat Entwarnung gegeben. Schaub, Höger und Horn erlitten keine schwerwiegenden Verletzungen und werden voraussichtlich nicht längerfristig ausfallen.

Artikel vom 21. Oktober (7.10 Uhr)

Ein über weite Strecken mäßiger Auftritt des 1. FC Köln wäre am Samstagnachmittag um ein Haar mit drei Punkten belohnt worden. Doch ein kapitales Missverständnis zwischen Torwart Timo Horn und Innenverteidiger Jorge Meré ermöglichte Holstein Kiel kurz vor dem Ende doch noch den Ausgleich zum 1:1 – just zu einem Zeitpunkt, als die Geißböcke den Gegner weitgehend unter Kontrolle zu haben schienen.

Der späte Gegentreffer und der damit verbundene Verlust von zwei Punkten war indes nicht der einzige Punkt, der auf die Stimmung im Kölner Lager drückte. Vielmehr hat sich die nach den Verletzungen von Lasse Sobiech, Vincent Koziello und Christian Clemens ohnehin schon angespannte Personalsituation beim Remis in Kiel weiter zugespitzt.

Diagnosen spätestens am Montag

Schon vor dem Anpfiff senkte Marco Höger aufgrund von muskulären Problemen den Daumen. Nach 38 Minuten musste dann Louis Schaub mit einer Verletzung am Sprunggelenk vom Platz, nachdem er seinem Gegenspieler unglücklich in die Hacken gelaufen war. Und schließlich verließ auch Jannes Horn, der während der Partie zweimal behandelt werden musste, das Holstein-Stadion auf Krücken.

Eine genaue Diagnose steht bei allen drei Spielern noch aus. Vermutlich im Laufe des Sonntages, spätestens aber am morgigen Montag soll klar sein, wie schwer es das Trio erwischt hat. Den Eindrücken vom Samstag nach zu urteilen, droht wohl vor allem Schaub eine längere Zwangspause. Sollte der Österreicher wie schon Clemens länger fehlen, würde die Besetzung der offensiven Außenbahnen in den nächsten Wochen nicht einfach.

Hoffnung auf Rückkehr von Risse

Immerhin aber besteht die Hoffnung auf die zeitnahe Rückkehr von Marcel Risse, der aufgrund einer Zahn-OP die beiden letzten Spiele verpasst hat. Der Routinier könnte dann anders als vor seiner Pause nicht mehr als Rechtsverteidiger, sondern in seiner eigentlich angestammten Rolle als Rechtsaußen gefragt sein.

Denn es gab in Kiel durchaus auch Positives: So hinterließ Benno Schmitz bei seinem Einstand einen sehr ordentlichen Eindruck und scheint dazu in der Lage, die rechte Abwehrseite zu stabilisieren. Nach vorne freilich kann der ehemalige Leipziger auch noch mehr Akzente setzen, war indes bereits maßgeblich an der Vorbereitung des Elfmeters vor dem Führungstor beteiligt.

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