1. FC Kaiserslautern: Insolvenz-Vorwürfe durch TV-Sender

RTL liegen wohl stichhaltige Dokumente vor

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Dienstag, 30.01.18 | 11:16
Erwin Göbel Vorstandschef von 2008 in Kaiserslautern

Kaiserslauterns Vorstandschef von 2008 , Erwin Göbel, streitet die Insolvenz-Vorwürfe ab. ©Imago

Konnte der 1. FC Kaiserslautern über Jahre hinweg eine Zahlungsunfähigkeit verheimlichen? Nach einer Vorab-Information des RTL-Nachtjournals sollen die Pfälzer im Februar 2008 zahlungsunfähig gewesen sein. Als Folge dieses Lizenzverstoß‘ hätten die Lauterer am Saisonende absteigen müssen, wozu es bekanntlich nicht kam, tauchten die Informationen doch erst jetzt auf. Durch einen Abstieg des FCK wären die Offenbacher Kickers damals in der Liga geblieben.

Wie konkret die vorliegenden Informationen des TV-Senders sein sollen, zeigt bereits eine Stellungnahme der Offenbacher Kickers durch ihren Präsidenten Helmut Spahn, der sich über die mögliche Schadenersatz-Summe äußert: „Da reden wir sicher über einen ordentlichen siebenstelligen Betrag“. 

„ Es gibt diverse Belege und Dokumente, die das aufzeigen ”
Ex-Finanzvorstand Grünewalt

Von Lauterer Seite hält man sich zu den Vorwürfen bedeckt, wobei der ehemalige Finanzvorstand (von 2010 bis 2016 im Amt) Fritz Grünewalt die Anschuldigen bestätigt: „Ja, es gibt ja diverse Belege und Dokumente, die das aufzeigen.“ Die zuständige DFL kündigte bereits an, die Anschuldigungen zu prüfen. Alles zur möglichen Insolvenz des 1.FC Kaiserslautern zeigt RTL in der Nacht zu Freitag um 0.15 Uhr in einem Spezial mit dem Titel „Der Betze brennt  hätte der 1.FC Kaiserslautern 2008 absteigen müssen?“