1. FC Kaiserslautern: Offensiv weiter Luft nach oben
Mergim Berisha erneut unglücklich
Einsatzfreudig, aber (noch) ungefährlich: Mergim Berisha. © IMAGO / DeFodi Images
Im siebten Saisonspiel hat es der 1. FC Kaiserslautern bereits zum fünften Mal geschafft, kein Gegentor zuzulassen. Wie beim VfL Wolfsburg und gegen den Karlsruher SC reichte es allerdings auch am Freitagabend beim 1. FC Heidenheim nur zu einem 0:0, mit dem zwar die Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen gewahrt, ein größerer Schritt gegen einen Konkurrenten auf Augenhöhe aber verpasst wurde.
Bei aller defensiven Stabilität, die den FCK in dieser Saison abgesehen vom Ausrutscher beim 1. FC Magdeburg (0:3) bisher auszeichnet, wird die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht ihre Ausbeute von sechs eigenen Toren in sieben Spielen bedeutend verbessern müssen, will man tatsächlich aussichtsreich um den Aufstieg mitspielen.
Ivan Prtajin gilt in diesem Zusammenhang als großer Hoffnungsträger, stand aber gut acht Monate nach seinem Achillessehnenriss und einem 45-minütigen Comeback im Testspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (1:1) aber noch nicht im Spieltagskader. Unverkennbar ist das Bestreben der Lauterer Verantwortlichen, beim kroatischen Torjäger nicht zu früh ins Risiko zu gehen, um im weiteren Saisonverlauf dann möglichst konstant auf den potentiellen Unterschiedsspieler zurückgreifen zu können.
Änderung gegen Bochum wahrscheinlich
Ein Prtajin in Top-Form stünde der FCK-Offensive in jedem Fall gut zu Gesicht, in der sich Mergim Berisha zwar auch in Heidenheim wieder engagiert zeigte, gleichzeitig aber glücklos agierte und kaum Torgefahr ausstrahlt. Der eingewechselte Erencan Yardimci, vor der Länderspielpause beim 1:0 gegen Eintracht Braunschweig als Joker schon Siegtorschütze, war direkt präsenter und der spät verpflichtete Milos Lukovic machte mit dem Treffer gegen Großaspach auf sich aufmerksam, wartet aber noch auf seinen ersten Einsatz in der 2. Liga.
Wenn am nächsten Samstag der VfL Bochum auf dem Betzenberg gastiert, spricht einiges für eine Änderung im Sturmzentrum. Möglich, dass der in Heidenheim nach bei der österreichischen U21 aufgetretenen Rückenproblemen nur eingewechselte Thierry Tazemeta dann zum vierten Mal von Beginn an ran darf – und Prtajin als Alternative auf der Bank auf seine Chance lauert.
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