1. FC Kaiserslautern: SV Darmstadt 98 wirbt um Philipp Hofmann – Torwartfrage entschieden

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:33

Der 1. FC Kaiserslautern hat am heutigen Samstag den siebten Sieg im achten Vorbereitungsspiel gelandet und beim 2:0-Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden eine gute Frühform bewiesen.

Sechs Tage vor dem Auftaktspiel beim MSV Duisburg schickte Trainer Kosta Runjaic eine Mannschaft auf dem Platz, die durchaus auch am Freitagabend vorstellbar ist. Dass Marius Müller im Tor den Zweikampf mit Neuzugang Zlatan Alomerovic gewonnen hat, war bereits vor der Reise nach Wiesbaden durchgesickert. „Marius spielt vorerst, er hat leichte Vorteile. Aber Zlatan Alomerovic ist ein mehr als ernstzunehmender Konkurrent“, hatte Runjaic der „Rheinpfalz“ verraten, mit seinen Worten aber gleichzeitig deutlich gemacht, dass sich Müller keine Schwächen erlauben darf, um dauerhaft die Nachfolge des zu Borussia Mönchengladbach gewechselten Tobias Sippel anzutreten.

Mugosa oder Thommy neben Przybylko?

[ad]Im Angriff hat unterdessen der erst am vorigen Wochenende von der SpVgg Greuther Fürth verpflichtete Kacper Przybylko mit den beiden Treffern in Wiesbaden einen Stammplatz sicher. An der Seite des Neuzugangs wechselten sich Stefan Mugosa und Erik Thommy ab. Beide konnten durchaus Akzente setzen. Der von einer Ausleihe zu Erzgebirge Aue zurückgeholte Mugosa holte früh einen von Chris Löwe aber vergebenen Strafstoß heraus und Thommy bereitete Przybylkos 2:0 vor.

Leicht die Nase vorne in diesem Zweikampf scheint aktuell Mugosa zu haben, wobei bis Freitagabend auch die Trainingseindrücke eine Rolle spielen dürften. Lukas Görtler ist eine weitere Option für die Spitze, doch den Neuzugang vom FC Bayern München sieht Coach Runjaic offenbar nicht zwingend in vorderster Front.

Gespräche zwischen Darmstadt und Hofmann-Beratern

Gar nicht zum Einsatz kam in Wiesbaden mit Philipp Hofmann der Angreifer, der noch vor einem Jahr als Stürmer der Zukunft vom FC Schalke 04 geholt wurde. Doch der U-21-Nationalspieler scheint seine Zukunft in der Pfalz schon wieder hinter sich zu haben. Sechs Tore in seinem ersten Jahr beim FCK waren angesichts seiner Spielanteile eine eher mäßige Bilanz und mit seinen Aussagen, eigentlich in der Bundesliga spielen zu wollen, hat sich der 22-Jährige rund um den Betzenberg keine Freunde gemacht, wie nicht zuletzt Trainer Runjaic kritisierte.

Die Nichtberücksichtigung in Wiesbaden war nun ein klarer Fingerzeig für Hofmann, bei dem vieles für einen Abschied spricht. Und womöglich wirklich in Richtung Bundesliga. Denn nach unseren Informationen gab es am Mittwoch ein Geheimtreffen zwischen Vertretern des SV Darmstadt 98 auf der einen sowie Thomas Strunz und Steffen Asal, den für Hofmann zuständigen Beratern der Agentur arena11 sports group, auf der anderen Seite.

Bei diesem Treffen wurde über einen Wechsel Hofmanns ans Böllenfalltor gesprochen. Ob ein Transfer zum Bundesliga-Aufsteiger zu realisieren ist oder es Hofmann eher nach England zieht, dürfte sich relativ zeitnah klären. Knackpunkt für Darmstadt könnte sein, dass der FCK sicherlich die vor einem Jahr an Schalke 04 bezahlte eine Million Euro Ablöse wieder hereinholen möchte, die Lilien aber eigentlich nicht in dieser Größenordnung investieren wollen.


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