1. FC Nürnberg: Rajmund Toth will kommen – Luka Lochoshvili geht

Georgier vor Wechsel zum 1. FC Köln

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.26 | 10:35
© IMAGO / Zink

Auf dem Sprung in die Bundesliga: Luka Lochoshvili. © IMAGO / Zink

Mit Sigurd Haugen, der nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München in die Regionalliga keine Ablöse kostet, hat der 1. FC Nürnberg in dieser Woche seinen sechsten Neuzugang präsentiert und gleichzeitig mit Nick Seidel einen weiteren Abgang vermeldet. Der zuletzt schon an den SSV Jahn Regensburg verliehene Innenverteidiger verlässt den Club ganz und spielt künftig für den SC Verl.

Das Kommen und Gehen am Valznerweiher ist damit aber noch lange nicht beendet, sondern setzt sich vielmehr wahrscheinlich sogar schon am heutigen Donnerstag fort. Denn wie mittlerweile mehrere georgische und deutsche Medien übereinstimmend berichten, verlässt Luka Lochoshvili den FCN nach nur einem Jahr schon wieder, um sich dem 1. FC Köln anzuschließen. Die Geißböcke sollen unbestätigte fünf Millionen Euro Ablöse für den 28 Jahre alten Georgier bezahlen, der im Sommer 2025 für lediglich ein Fünftel dieser Summe von US Cremonese gekommen war.

Bei aller Freude über den wirtschaftlichen Erfolg verliert der Club mit Lochoshvili nach Fabio Gruber (1. FSV Mainz 05) den zweiten Stamm-Innenverteidiger. Zudem muss mit dem nach zweijähriger Leihe zum SC Freiburg zurückgekehrten Berkay Yilmaz einer der besten Linksverteidiger der Liga ersetzt werden.

Toth-Berater mit klaren Aussagen

Die Nürnberger Verantwortlichen um Sportvorstand Joti Chatzialexiou benötigen somit wieder ein gutes Händchen auf dem Transfermarkt. Das Zeug dazu, der nächste Spieler zu werden, der voll einschlägt und seinen Marktwert binnen kurzer Zeit vervielfacht, besitzt fraglos Rajmund Toth.

Der frischgebackene ungarische Nationalspieler ist schon seit Mai ein ganzer heißer Kandidat, hat bislang aber vom Györi ETO FC keine Freigabe erhalten. Der ungarische Erstligist will den Mittelfeldmann zum einen noch in den Euroapokal-Qualifikationsspielen bis Mitte Juli einsetzen und soll auf weit mehr als die lange im Raum stehenden 1,5 Millionen Euro Ablöse hoffen.

Im Poker mit Toths Noch-Arbeitgeber kann der 1. FC Nürnberg dabei offenkundig auf den 22-Jährigen selbst und dessen Berater Milán Fehér bauen. Letzterer hat gegenüber dem Portal Clubfokus die Prioritäten sehr deutlich gemacht: „Der Spieler und ich als sein Berater sind fest entschlossen, den Wechsel nach Nürnberg unter Dach und Fach zu bringen. Unser Ziel ist es, den Transfer abzuschließen und so schnell wie möglich nach Nürnberg zu kommen. Daran arbeiten wir jeden Tag.“

Gleichwohl ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Transfer noch zieht oder im schlechtesten Fall sogar platzt. Die Chancen, dass Toth bald für den FCN aufläuft, stehen aber gut, zumal der Verkauf von Lochoshvili auch die Möglichkeit böte, bei der Ablöse etwas nachzubessern.

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