Vorschau: VfL Wolfsburg vs. Darmstadt 98
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 18.09.2026
© IMAGO / RHR-Foto
Mit acht Punkten aus den ersten fünf Spielen ist der VfL Wolfsburg der ihm zugedachten Rolle als Aufstiegsfavorit Nummer eins nur bedingt gerecht geworden. Insbesondere im eigenen Stadion sind zwei Unentschieden eine stark ausbaufähige Bilanz, sodass die Zielsetzung klar ist, wenn bei Heimspiel Nummer drei der SV Darmstadt 98 in der Volkswagen-Arena gastiert. Die Lilien reisen mit etwas gestärktem Selbstvertrauen an, nachdem am vergangenen Wochenende nach zuvor nur einem Punkt aus vier Partien gegen Arminia Bielefeld (2:1) ein erster Dreier gelungen ist.
VfL Wolfsburg: Mit Glatzel und Angely – und mit Arnold?
Beim FC St. Pauli (0:1) hat es den VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende erstmals erwischt, wobei die Niederlage am Millerntor nicht aus dem Nichts kam, sondern nur die logische Folge der schon zuvor meist nicht über 90 Minuten überzeugenden Auftritte war – wie im letzten Heimspiel gegen Energie Cottbus (4:4), als weder eine 3:0- noch eine 4:3-Führung ins Ziel gebracht wurde.
Im Vergleich zu letzter Woche wird Trainer Tobias Strobl seine Startelf vermutlich auf mindestens zwei Positionen umbauen. So ist im Sturmzentrum mit Robert Glatzel zu rechnen, der nach überstandenem Infekt anstelle von Kento Shiogai beginnen dürfte. Und in der Innenverteidigung ist nach verbüßter Sperre Mathys Angely zurück und wird wohl den Vorzug vor Cleiton erhalten.
Für Kapitän Maximilian Arnold, der nach langwieriger Leistenverletzung wieder fit ist, bislang aber nur gegen Cottbus von Beginn an ran durfte, scheint in der Startelf unterdessen erneut kein Platz zu sein. Während Vinicius Souza auf der Sechs gesetzt ist, werden auf den Achter-Positionen wieder Muhammed Damar und Mattias Svanberg erwartet. Elvis Rexhbecaj fällt als weitere Alternative verletzungsbedingt aus.
Die voraussichtliche Aufstellung: Zielinski – Maehle, Wahl, Angely, Kumbedi – Vinicius Souza – Svanberg, Damar – Bernhardsson, Reese – Glatzel
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SV Darmstadt 98: Vukotic zurück, Akiyama auch?
Groß war beim SV Darmstadt 98 und besonders sichtbar auch bei Trainer Florian Kohfeldt die Erleichterung, als am vergangenen Wochenende mit dem 2:1 gegen Bielefeld endlich der erste Dreier verbucht werden konnte. Dass die Gesamtausbeute aber nach wie vor alles andere als üppig ausfällt, wissen die Lilien natürlich und dürften bestrebt sein, in Wolfsburg den einen oder anderen vor der Saison nicht unbedingt zu erwartenden Bonuspunkt mitzunehmen.
Wieder mithelfen kann dabei Aleksandar Vukotic, der seine Rotsperre abgesessen hat und anstelle des nicht immer stabilen Yannik Lührs in die Innenverteidigung rücken dürfte – neben Patric Pfeiffer, sofern dessen Hüftprobleme einen Einsatz zulassen.
Offen ist auch, ob der gegen Bielefeld wegen Oberschenkelproblemen fehlende Hiroki Akiyama, der wie Pfeiffer zu Wochenbeginn nicht trainieren konnte, zur Verfügung steht. Um keine schwerwiegendere Verletzung zu riskieren und weil das Duo Kai Klefisch / Carlo Sickinger auf der Doppelsechs ordentlich funktioniert hat, dürfte der Japaner aber kaum in der Startelf stehen.
Anders als die noch länger fehlenden Fabian Nürnberger, Merveille Papela und Luca Marseiler ist Fynn Lakenmacher zumindest wieder eine Kaderoption. Offensiv bleibt aber abzuwarten, ob Kohfeldt mit Milan Smit und Ho-Jae Lee wieder eine Doppelspitze nominiert oder ob einer der beiden Angreifer zugunsten des dann hängend agierenden Lance Duijvestijn weichen muss.
Die voraussichtliche Aufstellung: Schuhen – Mikelbrencis, Pfeiffer, Vukotic, Petretta – Klefisch, Sickinger – Richter, Weißhaupt – Smit, Lee
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Freitag, 18:30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.30 Uhr bei ARD One.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum „Beide treffen: Ja“ unser Werttipp ist: Die 1.70 bietet den besten Value in diesem Spiel. Wolfsburgs Defensivproblem ist kein Ausreißer, sondern ein Muster: Gegen Cottbus wurden eine 3:0- und eine 4:3-Führung verspielt (4:4), gegen St. Pauli kassierte das Team das entscheidende Gegentor zum 0:1. Strobl baut die Innenverteidigung um (Angely für Cleiton), aber ein neues Duo braucht Einspielzeit. Darmstadt hat beim 2:1 gegen Bielefeld gezeigt, dass Kohfeldts Team treffen kann — Smit und Lee bilden eine Doppelspitze, die gegen eine wacklige Wolfsburger Defensive Räume finden wird.
Wolfsburg wiederum hat mit Glatzel (zurück nach Infekt), Reese und Bernhardsson genug Qualität, um Darmstadts Defensive zu überwinden — zumal auch Vukotic (zurück nach Rotsperre) sich mit Pfeiffer (Hüftprobleme, fraglich) erst finden muss. „Beide treffen: Nein“ steht bei 2.07. Ein 3:1 oder 2:1 ist das wahrscheinlichste Ergebnis.
Die Risikowette auf Darmstadt (8.00) lebt vom Momentum des ersten Saisonsieges und Wolfsburgs Heimschwäche. Die Wölfe haben in zwei Heimspielen dieser Saison kein einziges gewonnen — 4:4 gegen Cottbus, jetzt das dritte Heimspiel. Wenn Darmstadt mit dem Selbstvertrauen des Bielefeld-Dreiers anreist und früh trifft, kann Wolfsburgs Nervosität zum Problem werden. Arnold sitzt vermutlich erneut auf der Bank, Rexhbecaj fällt verletzt aus — im Mittelfeld fehlen Alternativen, wenn es nicht läuft. Bei 8.00 achtfaches Geld — aber realistisch bleibt Wolfsburg der klare Favorit.