Darmstadt 98: Gegen Bielefeld schon unter Druck

Schlusslicht mit nur einem Punkt aus vier Spielen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 06.09.26 | 07:41
© IMAGO / Belga

Kritik an seiner Mannschaft: Florian Kohfeldt. © IMAGO / Belga

Den Start in die neue Saison hat sich der SV Darmstadt 98 sicherlich ganz anders vorgestellt. Auch wenn eingepreist war, dass es nach dem Verlust der kompletten Offensivreihe mit Isac Lidberg (Borussia Mönchengladbach), Fraser Hornby (VfL Wolfsburg) und Killian Corredor (FC Nantes) etwas holprig anlaufen könnte, ist ein Punkt aus den ersten vier Partien doch eine schwer enttäuschende Zwischenbilanz, die in einer engen und schwer zu prognostizierenden 2. Bundesliga auch schnell Sorgen bezüglich einer längerfristigen Verwicklung in den Abstiegskampf aufkommen lässt.

Die Sorgen sind auch deshalb nicht unbegründet, weil Trainer Florian Kohfeldt nach der 0:3-Niederlage am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern Grundsätzliches kritisieren musste. „Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht bis zum Elfmeter. Danach hat einfach ein Stück weit die Ernsthaftigkeit in unserem Spiel gefehlt. Und das verstehe ich nicht, das muss ich ganz ehrlich sagen“, so der 43 Jahre alte Fußball-Lehrer, der auf der Vereinshomepage zugleich eine klare Aufarbeitung ankündigte: „Es muss schon jeder Spieler erkennen, dass man Ergebnisse braucht. Und heute habe ich nicht bei jedem gespürt, dass es eben bis zum Letzten um das Ergebnis ging. Und das werde ich bei allem Glauben an die Mannschaft und bei allem Vertrauen in die Mannschaft auch intern sehr deutlich ansprechen.“

Nach Bielefeld folgt in Wolfsburg eine hohe Auswärtshürde

Wenn die Lilien am Freitag am heimischen Böllenfalltor Arminia Bielefeld empfangen, lastet freilich nicht nur auf der Mannschaft schon Druck, sondern auch für Kohfeldt wäre ein Erfolgserlebnis wichtig, sind im Umfeld doch durchaus schon kritische Stimmen auch in Richtung Trainer zu vernehmen.

Intern genießt Kohfeldt sicherlich noch Rückendeckung, insbesondere von Geschäftsführer Paul Fernie, der mit der Kaderzusammenstellung auch in der Verantwortung steht.

Weitergehende Unruhe ließe sich aber wohl kaum vermeiden, sollte es auch gegen Bielefeld nicht zu Zählbarem reichen, zumal anschließend die Reise zum VfL Wolfsburg geht – und danach eine Länderspielpause in sehr ungemütlichen Tabellenregionen drohen könnte.

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