Arminia Bielefeld: Keine Nachverpflichtung für den Angriff geplant
Joel Grodowski als einziger Stümer einsatzfähig
Eine verlässliche Größe: Joel Grodowski. © IMAGO / Noah Wedel
Nach durchwachsenen fünf Punkten aus den ersten sechs Spielen ist Arminia Bielefeld perfekt aus der Länderspielpause gekommen. Beim VfL Bochum (1:0) und gegen den VfL Osnabrück (2:1) fuhr die Mannschaft von Trainer Oliver Kirch zwei Siege ein, die in der Tabelle sogar einen Sprung auf den achten Platz zur Folge hatten – bei immerhin vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone, auf dem weiterhin das oberste Augenmerk liegt.
Gelungen ist der Dreier gegen Osnabrück, obwohl Joel Grodowski im vierten Heimspiel der Saison zum ersten Mal torlos geblieben ist. Der 28-Jährige, der bislang bei fünf Treffern und einer Vorlage steht, ist die einzige Konstante im Arminen-Angriff, woran sich so schnell wohl auch nichts ändern wird.
Denn Vincent Ocansey, der sich zuletzt als Alternative herangearbeitet hat, wird in dieser Spielzeit wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Der 26-Jährige wurde gegen Osnabrück kurz vor Schluss für Grodowski eingewechselte, konnte die Partie aber aufgrund einer Knieverletzung nicht beenden. Inzwischen ist klar, dass Ocansey eine schwere Knieverletzung inklusive Kreuzbandriss erlitten hat und operiert werden muss.
Flügelspieler als Notlösung
Weil der kurz vor Transferschluss vom FC Utrecht ausgeliehene David Min aktuell dem Vernehmen nach wegen einer Oberschenkelblessur auch nicht zur Verfügung steht und nicht klar ist, wann der 27 Jahre alte Niederländer wieder mitwirken kann, fehlt eine gelernte Alternative für die Mittelstürmerposition zu Grodowski. Sollte der Torjäger auch noch ausfallen, bliebe Coach Kirch wohl nur die Wahl, mit Monju Momuluh und Benjamin Boakye einen Flügelspieler ins Zentrum zu stellen – oder wie im Test gegen Rot-Weiss Essen (2:2) beide zusammen als Doppelspitze aufzubieten.
Von der Möglichkeit, einen vereinslosen Spieler zu verpflichten, der auch außerhalb der Transferperioden mit einem Vertrag ausgestattet werden dürfte, will die Arminia derzeit nicht Gebrauch machen. Gegenüber der Neuen Westfälischen erklärte der Verein, sich mit dieser Option bislang nicht zu beschäftigen.
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