Darmstadt 98: Ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung

Defensivere Ausrichtung bringt einen Punkt gegen St. Pauli

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 24.10.26 | 07:03
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Zufrieden mit dem Auftritt gegen St. Pauli: Florian Kohfeldt. © IMAGO / HMB-Media

Von Seiten der Vereinsführung des SV Darmstadt 98 sprach Präsident Markus Pfitzner im Rahmen der Mitgliederversammlung unter der Woche der sportlichen Leitung mit Geschäftsführer Paul Fernie und Trainer Florian Kohfeldt das volle Vertrauen aus, nachdem in Folge der am Wochenende zuvor erlittenen 0:4-Niederlage die Unruhe rund ums Böllenfalltor schon spürbar zugenommen hatte.

Vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen den FC St. Pauli war deshalb klar, dass eine Reaktion folgen muss, um zunehmende Diskussionen zu verhindern. Und auch wenn unter dem Strich nicht der natürlich erhoffte Sieg stand, darf man das torlose Unentschieden gegen zuletzt verbesserte Kiezkicker als einen zumindest kleinen Schritt in die richtige Richtung bezeichnen.

„Wir wollten unbedingt eine Reaktion auf die zu Recht kritisierten fehlenden Basics zeigen, die in Karlsruhe nicht da waren. Dafür muss ich der Mannschaft ein absolutes Kompliment aussprechen, das haben wir zu 100 Prozent hinbekommen“, war Kohfeldt auf der Vereinshomepage mit der grundsätzlichen Herangehensweise seines Teams einverstanden. Dass die Lilien diesmal eine minimal bessere Laufleistung aufwiesen als St. Pauli war dafür ein auch anhand von Zahlen ablesbarer Beleg, nachdem in Karlsruhe noch mehr als zwölf Kilometer weniger als beim Gegner verzeichnet worden waren.

Unentschieden reichen auf Dauer nicht

Kohfeldt hat sich nach den vier Gegentoren in Karlsruhe bewusst für eine defensivere Ausrichtung entschieden und auch am Ende nicht bedingungslos auf Sieg gespielt: „Ich glaube, wir haben alles daran gesetzt, erstmal kompakt zu stehen und hinten dicht zu halten. Gerade in den letzten Minuten wollte vielleicht auch niemand mehr das hundertprozentige Risiko gehen. Wir standen dann im Endeffekt gut und haben noch gehofft, dass wir unsere Chance bekommen. Das hat leider nicht mehr funktioniert. Aber wir haben zu null gespielt, einen Punkt geholt und das geht auch in Ordnung“, fasste Yannik Lührs, der im Abwehrzentrum den Vorzug vor Aleksandar Vukotic erhalten hatte, die Partie auch nicht unzufrieden zusammen.

Klar ist allerdings auch, dass die Lilien mit Unentschieden nicht von der Stelle kommen und im schlechtesten Fall bis zum Ende des Spieltages sogar auf Rang 18 abrutschen könnten. Aufbauend auf die Defensivleistung gegen St. Pauli muss schon am nächsten Wochenende, wenn gegen den 1. FC Magdeburg wieder ein Heimspiel ansteht, offensiv mehr kommen. Zuvor freilich steht am Dienstag im DFB-Pokal das Gastspiel bei der SV Elversberg auf dem Programm, wo sich die Kohfeldt-Elf sicher auch nicht von vornherein geschlagen geben wird.

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