Darmstadt 98: Kamavuaka nach Österreich?

St. Pölten zeigt Interesse

Wilson Kamavuaka am Ball für den SV Darmstadt

Auch im Training ein zäher Gegenspieler: Wilson Kamavuaka (vorne). ©Imago images/Jan Huebner

Eine Woche vor dem Saisonstart in Liga zwei sind die Personalplanungen bei den Lilien bekanntlich noch nicht abgeschlossen, ein dritter Torhüter sowie ein defensiver Mittelfeldspieler werden am Böllenfalltor noch gesucht. Ein klassischer „Sechser“ könnte Darmstadt hingegen in der Transferperiode noch verlassen.

Wilson Kamavuaka steht nach Liga-Zwei.de-Informationen beim SKN St. Pölten auf der Wunschliste. Dort müssen die Verantwortlichen allerdings zunächst die Voraussetzungen schaffen, um überhaupt neue Spieler verpflichten zu dürfen.

Transfersperre in der Schwebe

Wegen vermeintlicher Ungereimtheiten beim Transfer von Alhassane Keita im Jahr 2016 belegte die FIFA den Verein aus Niederösterreich mit einer Transfersperre, die allerdings noch nicht endgültig ist.

St. Pölten legte jedenfalls sein Veto gegen die Transfersperre ein und muss nun abwarten – nichtsdestotrotz müssen eventuelle Verstärkungen natürlich bereits jetzt im Blickfeld sein, um im Falle eines positiven Ausgangs nicht unvorbereitet zu sein.

Österreich-Erfahrung

Kamavuaka jedenfalls wäre für den Tabellensechsten der letzten Saison eine sinnvolle Verstärkung. Im zentralen Mittelfeld kann er als erfahrener Spieler vorangehen, spielt dabei nicht auffällig, aber bringt eine gewisse Portion Sicherheit ins Spiel. Außerdem ist ihm die österreichische Bundesliga nicht unbekannt.

Zwischen 2014 und 2016 bestritt er insgesamt 38 Ligaspiele für Sturm Graz, erreichte dabei mit Platz vier und Platz fünf ordentliche Mannschaftsergebnisse. Nach einer Epsiode in der griechischen Liga, holte Torsten Frings den Mittelfeldmann nach Darmstadt, wo er gegen den VfL Wolfsburg in der Bundesliga debütierte.

Nach dem Abstieg war Kamavuaka Stammspieler, verlor diesen Status allerdings nach und nach unter Dirk Schuster. In der vergangenen Saison kam der 29-Jährige nur noch zu einem Startelf-Einsatz. Aufgrund der großen Konkurrenz im Lilien-Mittelfeld scheint es wahrscheinlich, dass Darmstadt dem Routinier keine große Steine in den Weg legen würde – zumal wie eingangs erwähnt noch ein weiterer „Sechser“ gesucht wird.