Darmstadt 98: Mit Krisenstimmung in die USA
Lilien droht in der Länderspielpause die rote Laterne
Fehstart in die neue Saison: Florian Kohfeldt. © IMAGO / HMB-Media
Die Hoffnung, dass mit dem 2:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld eine Woche zuvor der Knoten geplatzt ist, hat sich für den SV Darmstadt 98 nicht erfüllt. Anstatt den Dreier gegen die Ostwestfalen zu bestätigen und einen Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen, kassierten die Lilien am Freitagabend beim VfL Wolfsburg eine herbe 1:5-Niederlage, wodurch schon bei einem Punktgewinn von Holstein Kiel am heutigen Samstag gegen den VfL Osnabrück für die nächsten knapp drei Wochen in der langen Länderspielpause die rote Laterne am Böllenfalltor leuchten würde.
In Wolfsburg präsentierte sich Darmstadt lange ansprechend, wie auch Trainer Florian Kohfeldt auf der Vereinshomepage konstatierte: „Ich finde, dass wir sechzig Minuten wirklich ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht haben, wo es definitiv Momente gab, in denen das Spiel auch auf unsere Seite hätte kippen können“, sprach der Lilien-Coach allen voran die Gelegenheit von Patric Pfeiffer, der am doppelten Pfosten scheiterte, zum 2:2-Ausgleich an.
Kohfeldt bleibt zuversichtlich
Kohfeldt beklagte dann allerdings auch eine gewisse Naivität seiner Mannschaft und bei Sky das Fehlen eines Leaders, der auf dem Feld die Dinge ordnet: „Wir haben keine Anker im Spiel. Einer, der dann sagt; Stopp Kollege, jetzt bleiben wir mal hier stehen und machen zehn Minuten den Laden dicht.“
Kohfeldt, der den Auftritt in Darmstadt als „deutliche Umbruchthematik“ einstufte, zeigte sich aber auch zuversichtlich, dass zeitnah eine positive Entwicklung einsetzt. Ein rascher Aufschwung wird allerdings auch nötig sein, wollen die Lilien nicht längerfristig im hinteren Tabellendrittel hängen bleiben – und soll eine noch ausgeprägtere Krisenstimmung samt einer Trainerdiskussion, die zumindest im Umfeld schon zu vernehmen ist, ausbleiben.
Die lange Länderspielpause kommt nun trotz des bitteren Tabellenbildes nicht ungelegen, können die teils erst spät gekommenen Neuzugänge besser integriert werden. Ob dafür die einwöchige USA-Reise vom 25. September bis zum 1. Oktober inklusive einem Testspiel gegen Kooperationspartner San Antonio FC hilfreich ist, bleibt freilich abzuwarten.
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