Dynamo Dresden: Neuer Stürmer im Winter?

Bislang fehlt ein verlässlicher Torschütze

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 20.10.26 | 07:29
© IMAGO / Noah Wedel

Aktuell glücklos: Vincent Vermeij. © IMAGO / Noah Wedel

Mit dem 2:0 gegen den 1. FC Magdeburg ist Dynamo Dresden am Sonntag nicht nur ein prestigeträchtiger Erfolg im Elbclasico gelungen, sondern auch ein mit Blick auf die Tabelle wichtiger Befreiungsschlag. Die Lage ist freilich trotz des Sprungs auf Platz elf weiter angespannt, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone doch lediglich einen Punkt und es warten bei Holstein Kiel sowie bei Hannover 96 gleich zwei Auswärtsspiele in Folge, in deren Mitte noch das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 als Highlight auf dem Programm steht.

Um sich im Tabellenmittelfeld zu behaupten und das Polster nach unten auszubauen, muss Dynamo den Sieg über Magdeburg bestätigen und nun erst einmal in der Fremde nachlegen.

Platzt bei Vermeij der Knoten?

Die unangenehme Aufgabe beim noch sieglosen Schlusslicht in Kiel wird Trainer Thomas Stamm dann aller Voraussicht nach wie die ersten acht Spiele wieder mit Vincent Vermeij im Sturmzentrum beginnen. Der Niederländer hat in dieser Saison nur bei der 3:5-Niederlage Ende August beim 1. FC Heidenheim getroffen. Ansonsten agierte der 32-Jährige wie bei einer Großchance gegen Magdeburg glücklos und ist noch nicht wieder der Torgarant wie in der vergangenen Saison, als Vermeij in 24 Einsätzen elf Mal einnetzte.

Weil Christoph Daferner bei seinen bislang drei Joker-Einsätzen auch noch kein Faktor war, Sommerzugang Kaan Inanoglu offenkundig noch Zeit braucht und sich der spät vom SC Paderborn ausgeliehene Kennedy Okpala zuletzt mit einer disziplinarischen Verfehlung selbst ins Abseits gestellt hat, bleibt Vermeij für den Moment wohl gesetzt.

Sollte beim Sturmroutinier in den nächsten Wochen der Knoten aber nicht platzen, sich zudem keine der anderen Optionen nachhaltig aufdrängen, könnte für die SGD der winterliche Stürmermarkt zum Thema werden. Bereits zuvor einen vereinslosen Angreifer wie Cedric Teuchert hinzuzuholen, dürfte hingegen in den Überlegungen von Geschäftsführer Sören Gonther keine Rolle spielen.

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