Dynamo Dresden: Wie lange hält die Rückendeckung für Thomas Stamm?
Nach 1:1 in Osnabrück weiter im Tabellenkeller
Rückt auch in den Fokus: Thomas Stamm. © IMAGO / osnapix
Mit der Entscheidung, den nach längerer Verletzungspause wieder fitten Lennart Grill anstelle von Tim Schreiber zwischen den Pfosten aufzubieten, hat Trainer Thomas Stamm vor dem Gastspiel von Dynamo Dresden beim VfL Osnabrück am Samstag für eine Überraschung gesorgt. Den durchschlagenden Erfolg hatte indes auch diese Maßnahme nicht, wenngleich Grill abgesehen von einem folgenlosen Abspielfehler ein ordentliche Leistung ablieferte und beim spät kassierten Ausgleich zum 1:1-Endstand ohne Schuld war.
Unter dem Strich stand für die SGD nach einer langen Führung, für die Niklas Hauptmann in der 38. Minute gesorgt hatte, wieder ein enttäuschendes Ergebnis. Fünf Punkte aus den ersten sieben Partien sind bei weitem nicht die Ausbeute, die man sich in Dresden nach der starken Rückrunde und vielversprechenden Sommertransfers erhofft und ein Stück weit vielleicht auch erwartet hatte.
Zwei richtungsweisende Spiele warten
Geschäftsführer Sören Gonther hat in der Länderspielpause zwar Trainer Stamm und der Mannschaft das Vertrauen ausgesprochen, allerdings auch in der Überzeugung, dass in den drei Wochen ohne Pflichtspiel im Training Fortschritte erarbeitet werden. War die erste Halbzeit auch durchaus ansprechend, so musste nach der Pause nicht zum ersten Mal ein Leistungsabfall registriert werden, der letztlich den Osnabrücker Ausgleich begünstigte.
Dynamo war im Spiel gegen den Ball nicht mehr griffig genug und nutzte zugleich die sich bietenden Räume nicht entschieden für Konter. Auch, weil Stamm nach 69 Minuten für Vincent Vermeij mit Christoph Daferner einen neuen Stoßstürmer brachte anstatt etwa mit Kennedy Okpala eine deutlich schnellere Offensivkraft einzuwechseln.
Die eine oder andere Personalie sowie die erneut schwächere zweite Halbzeit sorgen unterdessen im Umfeld bei allem Kredit, den Stamm nach dem Aufstieg und dem Klassenerhalt noch genießt, zumindest für den Anflug einer Trainerdiskussion. Mit dem Ostduell gegen den 1. FC Magdeburg und dem anschließenden Gastspiel beim noch sieglosen Schlusslicht Holstein Kiel stehen nun in jedem Fall zwei Begegnungen an, die als richtungsweisend einzustufen sind. Für die SGD definitiv und möglicherweise auch für ihren Trainer.
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