Eintracht Braunschweig: Gegen Dresden schon unter Druck

Die Anfangseuphorie ist längst verflogen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 07.09.26 | 07:25
© IMAGO / Darius Simka

Sucht mit seiner Mannschaft die richtige Richtung: Lars Kornetka. © IMAGO / Darius Simka

Besser als mit einem furiosen 6:1-Auswärtssieg beim 1. FC Magdeburg hätte die Saison für Eintracht Braunschweig kaum beginnen können. Von der dadurch vor knapp einem Monat entstandenen Anfangseuphorie indes ist heute nicht mehr viel übrig. Denn auf das Ausrufezeichen folgten gegen den VfL Bochum (0:1), im DFB-Pokal gegen Union Berlin (2:4) und gegen Hertha BSC (3:5) drei Niederlagen im eigenen Stadion sowie nun am Sonntag beim VfL Osnabrück (1:3) eine viete Pleite in Serie.

In Osnabrück war die Eintracht vor der Pause zwar richtig gut im Spiel, nutzte ihre Chancen aber nicht und geriet dann mit dem 0:1 in der 52. Minute völlig aus der Spur, wie Trainer Lars Kornetka auf der Pressekonferenz analysierte: „Das erste Gegentor hat uns aus der Bahn geworfen, der Spielverlauf in der Folge ärgert die Jungs und mich maßlos und das müssen wir definitiv abstellen.“

Kornetka will die Entwicklung fortsetzen

Vollends unzufrieden war Kornetka mit dem Auftritt seiner Schützlinge aber keineswegs, wie generell mit dem bisherigen Saisonverlauf. „Die Art und Weise, wie wir diese Spiele bestritten haben, war aber in Ordnung – bis auf bestimmte Dinge, die wir nicht gut gemacht haben“, zitiert die Braunschweiger Zeitung den 48-Jährgen, der den eingeschlagenen Weg nicht verlassen, aber konstanter werden will: „Wir müssen an dem Fußball, den wir heute in der ersten Halbzeit gesehen haben, weiterarbeiten und den einfach noch stabiler über 90 Minuten oder 100 Minuten auf den Platz bekommen.“

Die Sichtweise Kornetkas ist durchaus nachvollziehbar, doch zur Wahrheit gehört auch, dass die Eintracht schon wieder gefährlich nahe an die nur noch zwei Tore entfernte Abstiegszone gerutscht ist, und auch im Umfeld die Unruhe bereits wächst.

Um nicht wieder wie regelmäßiger in den vergangenen Jahren lange zittern zu müssen, sind bei allem Fokus auf spielerischer Weiterentwicklung auch Punkte zwingend nötig – am besten schon am Samstag, wenn mit Dynamo Dresden ein punktgleicher Rivale anreist, der wegen der schwächeren Tordifferenz aber noch hinter dem BTSV rangiert.

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