Vorschau: Eintracht Braunschweig vs. Hertha BSC
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 28.08.2026
© picture alliance / augenklick/Max Ellerbrake / firo
Nachdem am vergangenen Wochenende der DFB-Pokal alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, geht es am Freitagabend in der 2. Bundesliga mit dem 3. Spieltag weiter, den Eintracht Braunschweig und Hertha BSC mit einem traditionsreichen Duell eröffnen. Während die Eintracht an den furiosen Start beim 1. FC Magdeburg (6:1) anknüpfen und die folgenden Heimpleiten gegen den VfL Bochum (0:1) sowie im Pokal gegen den 1. FC Union Berlin (2:4) wettmachen will, winkt den bislang in allen Pflichtspielen siegreichen Berlinern schon mit einem Unentschieden zumindest für eine Nacht die Tabellenführung.
Eintracht Braunschweig: Mehrere Änderungen wieder möglich
Eintracht Braunschweig hat dem 1. FC Union Berlin lange Paroli geboten und lag sogar zwei Mal in Führung, ehe der Bundesligist in der Endphase dann doch noch einen Gang hochschaltete und mit 4:2 gewann. Gleichwohl konnte die Eintracht auch Positives aus der Partie ziehen, wie stellvertretend Innenverteidiger Lukas Frenkert konstatierte: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf hohem Niveau spielen und mithalten können.“
Gegen den nächsten Gegner aus der Hauptstadt gilt es nun ähnlich, aber möglichst effektiver aufzutreten, um den furiosen Start in Magdeburg nicht zu entwerten. Denkbar, dass Trainer Lars Kornetka nach vier Änderungen vor dem Spiel gegen Union auch diesmal wieder die neue Breite seines Kaders nutzt und an der einen oder anderen Stelle umbaut. Andi Hoti im Abwehrzentrum und Yann Sturm auf dem Flügel etwa könnten in die erste Elf zurückkehren, auch Jan Urbich im Sturmzentrum.
Nicht zur Verfügung stehen verletzungsbedingt Robin Heußer, Sidi Sané, Jovan Mijatovic und Frederik Jäkel.
Die voraussichtliche Aufstellung: Hoffmann – Aydin, Ehlers, Hoti, Katterbach – Flick – Di Benedetto, Marie – Sturm, Entrup, Opoku
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Hertha BSC: Pedersen vor Debüt
Auf der PK am Mittwoch machte Stefan Leitl keinen Hehl daraus, mit der Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden zu sein: „Wir haben uns Selbstvertrauen erarbeitet und das durch die Ergebnisse in den Pflichtspielen gestärkt. Die Jungs haben ein gutes Gefühl mit unserer Spielweise“, so der Hertha-Coach, der zugleich aber weit davon entfernt ist, sich auf dem erfolgreichen Start auszuruhen: „Es geht dann immer wieder darum, gut zu regenerieren, um die Intensität zu behalten und maximal frisch in die Spiele zu gehen. Wir wollen auf dem Gaspedal bleiben.“
Anlass zu größeren Umstellungen dürfte Leitl unterdessen kaum sehen. So wird wie beim Pokal-Erfolg nach Elfmeterschießen beim 1. FC Saarbrücken Jon Dagur Thorsteinsson auf dem rechten Flügel erwartet, auf dem der in der Zwischenzeit zum RSC Anderlecht gewechselte Marten Winkler beim 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim am vorvergangenen Wochenende noch überragt hatte.
Um eine Änderung kommt Leitl indes nicht herum, weil sich Deyovaisio Zeefuik gegen Heidenheim eine ebenso späte wie vermeidbare rote Karte eingehandelt hat. Für den Niederländer steht der zu Wochenbeginn vom FC Augsburg gekommene Mads Pedersen direkt vor seinem Startelfdebüt auf der linken Abwehrseite.
Die voraussichtliche Aufstellung: Gersbeck – Eitschberger, Gechter, Kolbe, Pedersen – Seguin, Sessa – Thorsteinsson, Gouram, Brekalo – Grönning
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Freitag, 18:30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.30 Uhr bei ARD One.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum das Unentschieden unser Werttipp ist: Die 3.45 bietet dreieinhalb-faches Geld für das wahrscheinlichste Ergebnis eines Spiels, in dem die Quotenlage keinen klaren Favoriten erkennen lässt. Braunschweig 2.60, Hertha 2.90 — das sind Quoten, die exakt widerspiegeln, was dieses Spiel ist: ein Duell zweier Teams auf Augenhöhe. In der 2. Bundesliga enden rund 27 Prozent aller Spiele unentschieden — die 3.45 implizieren nur 29 Prozent, der Markt bepreist das also fair. Herthas Kader hat auf dem Papier mehr Qualität, aber Braunschweig hat den Heimvorteil und wird am Freitagabend vor einer lauten Kulisse stehen. Das ergibt ein Spiel, in dem beide Teams vorsichtig agieren — ein 1:1 oder 0:0 ist das wahrscheinlichste Ergebnis.
Die Risikowette auf Hertha (2.90) lebt von der individuellen Klasse im Kader. Bei 2.90 bekommt man fast dreifaches Geld für den Gästesieg, aber die sicherere Wette ist das X.
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