Energie Cottbus: Justin Butler immer mehr im Fokus

Aktueller Top-Torjäger über 2027 hinaus gebunden?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 21.10.26 | 07:43
© IMAGO / Steffen Beyer

Aktueller Torgarant beim FC Energie: Justin Butler. © IMAGO / Steffen Beyer

Den neunten Tabellenplatz mit neun Punkten aus den ersten acht Spielen hätte bei Energie Cottbus vor der Saison wohl jedermann unterschrieben, sind die Lausitzer für nicht wenige Beobachter doch als ganz heißer Abstiegskandidat gestartet.

Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz hat sich bisher aber als voll konkurrenzfähig präsentiert, wenngleich ein flüchtiger Blick auf die Tabelle trügerisch ist – denn in einer abgesehen von der Top-Teams noch sehr engen Liga trennen Energie von Platz 17 lediglich zwei Zähler.

Am Samstag beim 1. FC Heidenheim wartet auf Cottbus eine hohe Auswärtshürde, die die Wollitz-Elf nach dem jüngsten 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg aber durchaus mit breiter Brust in Angriff nehmen kann. Auch im Vertrauen auf Justin Butler, dem das Gastspiel auf der Ostalb mit mutmaßlich viel Ballbesitz für den Gegner und sich zugleich bietenden Räumen entgegenkommen sollte.

Vertrag bis 2027 oder 2028?

Mit fünf Toren und einer Vorlage gehört Butler zu den Shooting-Stars der noch jungen Saison und ist aktuell aus dem Sturmzentrum nicht mehr wegzudenken. Dabei war der 25-Jährige eigentlich für den Flügel eingeplant und ist erst durch das Verletzungspech von Erik Engelhardt in die Mitte gerückt.

Dort zeigen sich indes umso mehr die Qualitäten, die Trainer Wollitz schon Ende Mai auf der offiziellen Vereinshomepage benannte, als Butler seinen auslaufenden Vertrag verlängerte: „Justin hat alle Voraussetzungen, um im Profifußball richtig Fuß zu fassen. Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit hat er großes Potenzial und kann auch in der 2. Liga den Gegnern richtig wehtun. Davon sind wir überzeugt und möchten, dass er im kommenden Jahr noch mehr Tiefe in sein und unser Spiel bringt.“

Dass Butler, der in der Aufstiegssaison bei 29 Einsätzen nur elf Mal von Beginn an ran durfte und mit zwei Toren sowie vier Vorlagen eine eher überschaubare Scorer-Bilanz aufwies, so durchstarten würde, war aber natürlich nicht abzusehen.

Längst dürfte der in Augsburg geborene Deutsch-Amerikaner auch das Interesse anderer Vereine geweckt haben. Sollte Butler seine Trefferquote auch nur annähernd halten, wird es für den FC Energie wohl nicht einfach, den Offensivmann zu halten. Etwas Unklarheit herrscht in diesem Zusammenhang über die Vertragslaufzeit. Ende Mai hat Butler zwar nur für die Saison 2026/27 unterschrieben, aber dem Vernehmen nach soll eine Verlängerungsklausel existieren, sodass eine Bindung bis 2028 besteht – und Cottbus somit auch im nächsten Sommer noch eine Ablöse kassieren könnte.

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