Energie Cottbus: Der Trend bereitet Sorgen
Seit fünf Spielen sieglos
Nach der Pleite gegen Bochum selbstkritisch: Claus-Dieter Wollitz. © IMAGO / Fotostand
Mit dem Führungstreffer durch einen von Tolcay Cigerci in der 21. Minute verwandelten Elfmeter hat der Freitagabend für Energie Cottbus gut begonnen. Am Ende allerdings stand eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum, die durch Gegentreffer in der 70. und 88. Minute zwar erst spät zustande gekommen ist, aber nach Einschätzung von Trainer Claus-Dieter Wollitz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Ordnung ging.
„Ich bin weder mit der ersten noch mit der zweiten Halbzeit zufrieden. Es gab heute zu viele Themen, die dafür gesorgt haben, dass gnadenlos aufgedeckt wurde, warum wir das Spiel verloren haben. Der Ballbesitz in der ersten Halbzeit sagt nicht aus, ob man ein gutes Spiel macht. Wir hatten zu viele Spieler, die heute nicht an ihre Möglichkeiten gekommen sind“, übte Wollitz deutliche Kritik und schloss darin auch das Defensivverhalten ein: „Wenn du das mit dem Ball nicht hinbekommst, dann solltest du besser gegen den Ball arbeiten. Das fing schon vor der Halbzeit an und hat sich dann fortgesetzt.“
Wollitz kritisiert sich selbst
Sich selbst wollte der Energie-Coach auch nicht ausnehmen und rückte seine Personalentscheidungen während der 90 Minuten ebenfalls in den Fokus: „Die acht Minuten mit den zwei Abseits-Gegentoren hätten ein Warnschuss sein müssen. Da habe ich zu spät einfach die falschen Spieler gewechselt, und deswegen bin ich schon sauer und nehme die Niederlage auf meine Kappe.“
Nach der vierten Saisonniederlage steht der FC Energie mit zehn Punkten aus zehn Spielen zwar noch immer solide da, doch verrät ein Blick auf die vergangenen Wochen auch eine nicht unbedingt positive Tendenz. Seit fünf Spielen ist Cottbus sieglos und holte in dieser Phase nur drei von 15 möglichen Punkten. Zu wenig für eine sorgenfreie Spielzeit, wenngleich Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) und beim 1. FC Heidenheim (1:1) natürlich respektabel sind – aber eben auch nicht für ein signifikantes Vorankommen sorgten.
Vor der zweiten Länderspielpause gastiert Cottbus am Freitag bei Eintracht Braunschweig und damit einem punktgleichen Kontrahenten. Dann wäre Zählbares Gold wert, um sich in der Tabelle nicht bald ganz tief im Keller wiederzufinden.
